Söder rät DFB-Team: 'So wenig Politik wie möglich' - DFB-Elf zwischen Protesten in Katar und Söders Appell zur WM 2026
Die deutsche Männer-Fußballnationalmannschaft zählt seit jeher zu den erfolgreichsten Teams der WM-Geschichte. Mit vier Titeln und zahlreichen Spitzenplatzierungen gilt die Elf als Inbegriff von Konstanz auf dem Platz. Doch bei den jüngsten Turnieren häufen sich nicht nur sportliche Misserfolge, sondern auch politische Debatten – besonders während der Weltmeisterschaft 2022 in Katar.
Das Turnier in Katar entwickelte sich für die deutsche Mannschaft zum Kristallisationspunkt für Kontroversen. Vor dem Auftaktspiel gegen Japan posierten die Spieler mit zugehaltenen Mündern im Teamfoto – ein Protest gegen das FIFA-Verbot der "OneLove"-Kapitänsbinde. Mannschaftskapitän Manuel Neuer trug später eine Regenbogen-Binde als Zeichen der Unterstützung für LGBTQ+-Rechte, was für weitere Aufmerksamkeit sorgte.
Auf dem Rasen blieb die Leistung der DFB-Elf hingegen hinter den Erwartungen zurück. Das Team schied bereits in der Vorrunde aus – ein seltenes frühes Aus für eine Nation, die sonst für tiefe Turnierläufe steht. Mit vier WM-Titeln und acht Halbfinalteilnahmen seit 1954 hatte Deutschland zuvor Konkurrenten wie Brasilien, Argentinien oder Frankreich oft übertroffen oder zumindest ebenbürtig agiert. Doch die jüngsten Rückschläge, darunter das Debakel 2022, werfen Fragen nach der künftigen Form auf.
Nun, da die nächste Weltmeisterschaft bevorsteht – 2026 gemeinsam ausgerichtet von den USA, Kanada und Mexiko –, hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu Wort gemeldet. Er riet dem Team, sich von politischen Aussagen fernzuhalten, und hofft auf eine Konzentration allein auf den Fußball. Söder betonte die Notwendigkeit weniger Ablenkung und mahnte, die Art von Kontroversen zu vermeiden, wie sie in Katar aufgekommen waren.
Mit einer Mischung aus hohen Erwartungen und nachwirkenden Sorgen geht Deutschland in den nächsten WM-Zyklus. Die Erfolgsgeschichte der Vergangenheit steht im Kontrast zu den jüngsten Rückschlägen – sowohl sportlich als auch abseits des Platzes. Die Forderung von Persönlichkeiten wie Söder deutet auf einen Kurswechsel hin: Künftig soll der Fokus wieder stärker auf der Leistung als auf der Politik liegen.






