11 June 2026, 02:15

DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

Ifo-Präsident: Pflichtbetriebsrenten könnten Unternehmen belasten

DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vorgeschlagen, betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer verpflichtend einzuführen. Die DGB-Vertreterin Yasmin Fahimi wies darauf hin, dass derzeit rund 20 Millionen Beschäftigte keine betriebliche Rente hätten. Mit dem Vorschlag soll das bestehende gesetzliche Rentensystem ergänzt werden.

Fahimi argumentierte, dass betriebliche Renten von den Arbeitgebern mitfinanziert werden sollten. Dies würde ihrer Meinung nach zusätzliche Sicherheit für die Beschäftigten neben den staatlichen Leistungen bieten.

Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, bezeichnete den DGB-Plan als „grundsätzlich sinnvoll“. Er räumte ein, dass betriebliche Altersvorsorge aufgrund des demografischen Wandels gestärkt werden müsse. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass eine verpflichtende Arbeitgeberbeteiligung die Lohnnebenkosten erhöhen würde.

Fuest äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der schwachen wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands. Er betonte, dass es kaum Spielraum für weitere Steigerungen der lohnbezogenen Ausgaben gebe.

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Der DGB-Vorschlag könnte die Altersvorsorge auf Millionen Arbeitnehmer ausweiten. Arbeitgeber müssten jedoch mit höheren Kosten rechnen, falls sie sich beteiligen müssen. Die Debatte dreht sich um die Frage, wie finanzielle Stabilität und langfristige Rentensicherheit in Einklang gebracht werden können.

Quelle