Dominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister mit radikalen Plänen
Hannah BöhmDominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister mit radikalen Plänen
Dominik Krause hat die Stichwahl um das Münchner Oberbürgermeisteramt gewonnen. Der 32-jährige Grünen-Politiker trat sein Amt nach einem Wahlkampf an, der sich auf Wohnungsbau- und Verkehrsreformen konzentrierte. Sein politischer Werdegang begann vor über einem Jahrzehnt – geprägt von einem Protest gegen rechtsextreme Strömungen.
Erstmals politisch aktiv wurde Krause 2012 als Sprecher der Münchner Grünen Jugend. Nur zwei Jahre später, mit 24, zog er in den Stadtrat ein. 2022 übernahm er den Vorsitz der Grünen-Fraktion, bevor er 2023 zum Zweiten Bürgermeister gewählt wurde.
Sein politisches Erwachen erlebte er 2009, als ein Neonazi-Aufmarsch ein lokales Flüchtlingsheim zum Ziel nahm. Das Ereignis veranlasste ihn, der Partei Bündnis 90/Die Grünen und der Initiative München ist bunt beizutreten. Vor seiner politischen Laufbahn studierte er Physik an der Technischen Universität München und schloss mit einem Master ab.
Als Zweiter Bürgermeister sorgte Krause für Schlagzeilen, als er das Oktoberfest in einem Interview als "größte Freiluft-Drogenbörse der Welt" bezeichnete. Nun, als Oberbürgermeister, will er die Verkehrspolitik der Stadt umkrempeln: Fußgänger und Radfahrer sollen Vorrang erhalten, und er selbst plant, zu den meisten offiziellen Terminen mit dem Fahrrad zu fahren. Sein ehrgeizigstes Ziel ist der Bau von 50.000 neuen bezahlbaren Wohnungen.
Krauses Wahl markiert einen Wandel hin zu progressiver Stadtpolitik in München. Seine Pläne umfassen einen massiven Wohnungsbau und ein Verkehrssystem, das Radfahrer und Fußgänger in den Mittelpunkt stellt. Die Kombination aus Aktivismus und kommunalpolitischer Erfahrung wird seinen Führungsstil als Oberbürgermeister prägen.






