Dorfhelfer-Mangel im Landkreis Fürth: Höfe kämpfen um dringende Unterstützung
Elias BraunDorfhelfer-Mangel im Landkreis Fürth: Höfe kämpfen um dringende Unterstützung
Schrumpfteams auf dem Land: Im Landkreis Fürth fehlen immer mehr Dorfhelfer
Die Zahl der Dorfhelfer im Landkreis Fürth ist im letzten Jahrzehnt drastisch zurückgegangen. Während es 2014 noch drei hauptamtliche und 30 nebenamtliche Kräfte gab, sind es 2024 nur noch zwei Haupt- und elf Nebenamtliche. Dieser Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Die geleisteten Einsatzstunden pro Ring sanken von 42.000 im Jahr 2014 auf nur noch 26.000 in diesem Jahr.
Dorfhelfer leisten einen unverzichtbaren Beitrag, um landwirtschaftliche Betriebe in der Region zu entlasten. Ihre Aufgaben reichen von der Tierpflege – Füttern, Melken, Versorgen der Nutztiere – bis hin zu Haushaltshilfen und Außenarbeiten. Ohne sie müssen viele Höfe mit Verzögerungen kämpfen oder kommen sogar ganz ohne dringend benötigte Unterstützung aus.
Besonders prekär ist die Situation in Fürth, wo zwei zentrale Träger – der Maschinenring Fürth und der Evangelische Dorf- und Landhelferdienst Hesselberg – dringend Verstärkung suchen. Gesucht werden sowohl haupt- als auch nebenamtliche Kräfte, idealerweise mit landwirtschaftlicher Erfahrung, hauswirtschaftlicher Ausbildung oder Quereinsteiger, die einen neuen Berufsweg einschlagen möchten.
Landrat Bernd Obst betont die Bedeutung dieser Dienste und verweist auf ihre Auswirkungen sowohl für die Betriebe als auch für das ländliche Gemeinschaftsleben. Trotz des hohen Bedarfs bleibt das Angebot an Helfern jedoch knapp – viele Höfe warten vergeblich auf Unterstützung oder erhalten sie gar nicht.
Auch bundesweit ist der Rückgang dramatisch: 2014 waren noch rund 1.200 hauptamtliche Dorfhelfer in Deutschland im Einsatz, heute sind die Zahlen ähnlich stark gesunken wie im Landkreis Fürth.
Heike Vogel, die seit 20 Jahren als Dorfhelferin im Landkreis tätig ist, verkörpert das Engagement, das für diesen Beruf nötig ist. Ihr langjähriger Einsatz zeigt, welche Leidenschaft hinter der Arbeit steckt. Interessierte finden die Kontaktdaten beider Träger auf deren offiziellen Websites.
Der Rückgang an aktiven Helfern hinterlässt in Fürth und darüber hinaus eine Versorgungslücke. Da auch die Einsatzstunden sinken, wächst der Druck auf die verbleibenden Kräfte. Die beiden lokalen Träger suchen weiterhin nach Nachwuchs, um die Lücken zu schließen und den Höfen die nötige Hilfe zukommen zu lassen.






