FDP wählt Kubicki als neuen Chef – kann er die tiefe Krise überwinden?
Hannah BöhmFDP wählt Kubicki als neuen Chef – kann er die tiefe Krise überwinden?
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Samstag in Berlin ihren Bundesparteitag eröffnet. Die Zusammenkunft findet zu einem Zeitpunkt statt, in dem die Partei die tiefste Krise ihrer Geschichte durchlebt – nach dem Verlust aller Bundestagsmandate bei der Bundestagswahl 2023. Die Delegierten bereiten sich nun darauf vor, einen neuen Vorsitzenden zu wählen, um die Wende einzuleiten.
Der Niedergang der FDP zeichnete sich bereits Anfang 2023 ab, als sie an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl scheiterte. Bis März hatte die Partei zudem in den Landtagswahlen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ihre Sitze verloren. Diese Niederlagen führten dazu, dass sie erstmals seit Jahrzehnten keine Vertretung mehr auf Bundesebene besaß.
Wolfgang Kubicki soll nun unangefochten den Bundesvorsitz übernehmen. Ursprünglich hatte Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, über eine Kandidatur nachgedacht, zog sich später jedoch zurück. Stattdessen wird Höne für die Wiederwahl als stellvertretender Parteivorsitzender antreten.
Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass etwa zwei Drittel der Befragten Zweifel haben, ob die FDP selbst unter neuer Führung wieder erstarken kann. Kubickis Aufgabe wird es sein, die Unterstützung zurückzugewinnen und die Partei wieder in die politische Relevanz zu führen.
Trotz des Führungswechsels bleibt die Zukunft der FDP ungewiss. Ohne Bundestagsvertreter und mit schwachen Umfragewerten muss die Partei nun beweisen, dass sie das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen kann. Kubickis Führung wird auf die Probe gestellt, wenn es darum geht, den steilen Abstieg der FDP zu stoppen.






