29 March 2026, 16:17

Feuerwehrmann nach Hymnen-Skandal entlassen – Heino zeigt Solidarität mit Konzert

Ein Smiley mit den Farben Rot, Gelb und Weiß der deutschen Flagge auf weißem Hintergrund.

Feuerwehrmann nach Hymnen-Skandal entlassen – Heino zeigt Solidarität mit Konzert

Ein Feuerwehrmann aus Bad Belzig wurde entlassen, nachdem er bei einer Meisterschaftsveranstaltung eine umstrittene Version der deutschen Nationalhymne abgespielt hatte. Die Entscheidung von Richard Mänder, Heinos Aufnahme der ersten Strophe aus den 1970er-Jahren abzuspielen, löste Empörung aus und führte zu seiner Abberufung aus offiziellen Funktionen.

Als Reaktion darauf veranstaltete der Veteranen-Sänger Heino ein Solidaritätskonzert in Bad Belzig, das etwa 800 Besucher anzog. Die mit patriotischen Bekundungen und politischen Debatten geprägte Veranstaltung vertiefte die Spaltung in der lokalen Gemeinschaft.

Der Vorfall ereignete sich während des Feuerwehrwettkampfs 2026 in Bad Belzig bei Berlin. Mänder, ein ortsansässiger Feuerwehrmann, spielte Heinos Aufnahme der ersten Strophe des Deutschlandlieds – eine Version, die seit langem mit Deutschlands gespaltenem Umgang mit der Vergangenheit verbunden wird. Kritiker brachten das Lied mit rechtsextremen Strömungen in Verbindung, insbesondere wegen Heinos Aufnahme aller drei Strophen aus den 1970er-Jahren, die ursprünglich vom ehemaligen NS-Richter Hans Filbinger in Auftrag gegeben worden war. Die Aktion führte zur sofortigen Entbindung Mänders von seinen Meisterschaftspflichten.

Der 85-jährige Heino kritisierte die Entscheidung öffentlich und organisierte ein kostenloses Konzert in Bad Belzig, um Mänder zu unterstützen. Bei der Veranstaltung wurden schwarz-rot-goldene Fahnen geschwenkt, während Teile des Publikums während der Zugabe "Ostdeutschland, Ostdeutschland!" skandierten. Trotz der Kontroverse tanzten die Besucher und sangen zu Hits wie "Layla", einem Lied, dessen Text ebenfalls diskutiert wird.

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Heinos Manager, Helmut Werner, wies Vorwürfe zurück, der Sänger habe rechtsextreme Ansichten. Werner verwies auf Heinos frühere Unterstützung eines AfD-Verbots, seine Geschichte als SPD-Wähler und sein Engagement für die CDU und bezeichnete die Kritiker als "unwissende Analphabeten". Gleichzeitig lobte der AfD-Politiker Lars Schieske das Konzert auf Instagram und verschärfte damit die politische Spannung.

Mänder beteuert, nicht rechtsextrem zu sein, und fühlt sich ungerecht behandelt. Nun plant er, jährlich Feuerwehr-Sportmeisterschaften auszurichten – ein Vorhaben, das die Gräben innerhalb der Rettungsdienste weiter vertiefen könnte. Der Streit hat zudem die Debatten über Heinos Vermächtnis neu entfacht, insbesondere über sein "Heimat-Album", das Lieder enthielt, die später in SS-Sammlungen gefunden wurden.

Das Konzert und Mänders Entlassung haben in Bad Belzig anhaltende Spannungen hinterlassen. Mit rund 800 Teilnehmern bei der Veranstaltung zeigt sich, dass die Kontroverse nicht abebbt. Mänders Pläne für künftige Meisterschaften könnten den Konflikt innerhalb der Feuerwehr verlängern, während Heinos politische Haltung weiterhin ein Zankapfel bleibt.

Quelle