14 February 2026, 02:37

Fürth kämpft gegen Telefonbetrug: Wie Betrüger ältere Menschen ins Visier nehmen

Eine Zeichnung einer Gruppe von besorgten Menschen, die zusammen stehen, mit dem Text "Die trübe Aussicht vor uns, oder die Ins werfen hoch" darüber.

Fürth kämpft gegen Telefonbetrug: Wie Betrüger ältere Menschen ins Visier nehmen

Öffentliche Veranstaltung in Fürth: Aufklärung über Betrug am Telefon

Eine kürzlich in Fürth abgehaltene öffentliche Informationsveranstaltung stand ganz im Zeichen der Sensibilisierung für Telefonbetrug, der zunehmend Anwohner ins Visier nimmt. Unterstützt von der HypoVereinsbank, thematisierte die Veranstaltung die wachsende Gefahr durch Betrüger, die mit dreisten Maschen an das Geld ihrer Opfer gelangen wollen. Besonders ältere Menschen zählen nach wie vor zu den Hauptzielen solcher kriminellen Machenschaften.

Im Mittelpunkt standen verschiedene Betrugsmethoden – von "Schockanrufen" und falschen Identitäten über den "Enkeltrick" bis hin zu Liebesbetrug. Experten warnten zudem vor neueren Varianten wie Betrug über Messengerdienste oder telefonisches Phishing, auch "Vishing" genannt. Die Täter geben sich oft als Beamte oder Angehörige aus und setzen ihre Opfer unter Druck, um an Bargeld oder Ersparnisse zu kommen.

Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich direkt mit Fachleuten auszutauschen, Fragen zu stellen und zu lernen, wie man verdächtige Anrufe erkennt. Manuela Wolff, Filialleiterin der HypoVereinsbank in Fürth, betonte die Bedeutung von Vorbeugung und Wachsamkeit. Sie erinnerte daran, dass echte Behörden oder Bankmitarbeiter niemals am Telefon nach Geld oder Wertgegenständen verlangen würden.

Die Behörden rieten allen, die sich unter Druck gesetzt fühlen oder sich über die Identität eines Anrufers unsicher sind, das Gespräch sofort zu beenden. Als nächsten Schritt solle man die Notrufnummer 110 wählen, um Hilfe zu erhalten. Die HypoVereinsbank kündigte zudem weitere Veranstaltungen zu den Themen Sicherheit und Betrugsprävention an.

Obwohl die genauen Zahlen für 2023 noch nicht vorliegen, verzeichnete die Bundesnetzagentur im Jahr 2024 bereits 154.624 Beschwerden über den Missbrauch von Telefonnummern – darunter Betrugsfälle per Anruf, SMS und Chat. Dieser Anstieg unterstreicht die zunehmende Professionalisierung der Betrüger.

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und zeigte, wie besorgt die lokale Bevölkerung über Telefonbetrug ist. Die Teilnehmer erhielten konkrete Handlungsempfehlungen, um sich und ihr Vermögen besser zu schützen. Mit ihren fortlaufenden Initiativen will die HypoVereinsbank die Anfälligkeit für Betrug verringern und die Bevölkerung über aktuelle Betrugsmaschen aufklären.