Garmisch-Partenkirchen feiert 90 Jahre Olympische Winterspiele 1936 mit spektakulären Gedenkprojekten
Ben SchmidtGarmisch-Partenkirchen feiert 90 Jahre Olympische Winterspiele 1936 mit spektakulären Gedenkprojekten
Garmisch-Partenkirchen bereitet sich darauf vor, das 90-jährige Jubiläum der Olympischen Winterspiele 1936 mit einer Reihe von Gedenkveranstaltungen zu begehen. Der Gemeinderat hat Mittel für Ausstellungen, ein historisches Bobrennen und Lichtinstallationen bewilligt, um das Erbe der Spiele zu würdigen. Die Organisatoren streben einen respektvollen und informativen Rahmen für diesen Meilenstein an.
Die Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen zogen Mannschaften aus 28 Nationen an, darunter erstmals Australien, Bulgarien, Griechenland, Spanien und die Türkei. Das Zweierbob-Team aus Liechtenstein, gesteuert von Eduard von Falz-Fein mit Ansager Eugen Büchel, belegte den 18. Platz. Das österreichische Viererbob-Team "Österreich II" unter der Führung von Johann Baptist Gudenus kam als Letztes ins Ziel, während das deutsche Team "Deutschland II" während des Wettbewerbs verunglückte. Die Goldmedaillen gingen an die Schweiz im Viererbob und an die USA im Zweierbob.
Zu den Gedenkplänen der Stadt gehört die Ausstellung "90 Jahre Olympische Stadt Garmisch-Partenkirchen" vom 23. März bis 12. April 2025, die in Kooperation mit dem Philatelie-Verein und dem Aschenbrenner-Museum stattfindet. Zusätzliche Informationstafeln werden an zentralen Orten wie dem Eishockeystadion und dem Richard-Strauss-Platz aufgestellt.
Geplant ist zudem eine Lichtkunstinstallation im Olympia-Skistadion, die Teil des umfassenderen Programms "Jahr der Erinnerung" ist. Diese Initiative läuft von Februar bis November 2026 und beginnt am 6. Februar – dem genauen Tag der Eröffnung der Spiele 1936. Ein Höhepunkt wird ein historisches Bobrennen auf der ursprünglichen Olympia-Bahn am Rießersee sein.
Die Finanzierung ist gesichert: Der Gemeinderat hat 80.000 Euro für 2025 und weitere 80.000 Euro für 2026 bewilligt. Das Projektteam rechnet damit, bis Dezember 50.000 Euro zu benötigen, während zusätzliche 50.000 Euro für das Bobrennen vorgesehen sind. Der Marktgemeinderat unterstützte die finanzielle Förderung für das gesamte Vorhaben einstimmig.
Die Gedenkveranstaltungen erstrecken sich über die Jahre 2025 und 2026 und verbinden historische Reflexion mit öffentlicher Teilhabe. Ausstellungen, Installationen und das Bobrennen sollen das Andenken an die Olympischen Winterspiele 1936 bewahren und Besuchern deren Bedeutung näherbringen. Mit der gesicherten Finanzierung und abschließenden Planung ist der Weg für eine erfolgreiche Umsetzung geebnet.






