GCL revolutioniert Solartechnik mit Perowskit-Modulen über 26 Prozent Effizienz
Johanna MüllerGCL revolutioniert Solartechnik mit Perowskit-Modulen über 26 Prozent Effizienz
GCL Technology präsentiert neueste Perowskit-Solarmodule auf der Intersolar München
Der chinesische Hersteller GCL Technology hat auf der Intersolar München seine neuesten Perowskit-Solarmodule vorgestellt. Die innovativen Panels versprechen eine höhere Effizienz bei gleichzeitig geringeren Kosten im Vergleich zur herkömmlichen Silizium-basierten Solartechnik. Erste Tests und Pilotprojekte laufen bereits, um die Leistung unter realen Bedingungen zu beweisen.
Das reine Perowskit-Modul des Unternehmens erreicht mittlerweile einen Wirkungsgrad von über 19 Prozent. Die Tandem-Variante, die Perowskit mit Silizium kombiniert, übertrifft sogar 26 Prozent – ein Wert, den GCL bis nächstes Jahr auf über 27 Prozent steigern will. Langfristig peilt das Unternehmen Wirkungsgrade von mehr als 30 Prozent an.
Die Module haben strenge Prüfungen des TÜV Rheinland bestanden und erfüllen die Normen IEC 61215 und IEC 61730. GCL behauptet, dass die Tandem-Bauweise langsamer altert als herkömmliche Silizium-Panels und damit eine vergleichbare oder sogar längere Lebensdauer bietet. Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern funktioniert die Tandem-Struktur auf Modulebene und nicht auf Zellebene.
Ende 2023 setzte der chinesische Energiekonzern China Three Gorges GCLs Perowskit-Module in einem 1-Megawatt-Pilotprojekt ein. Nun plant das Unternehmen mehrere weitere 1-MW-Installationen in verschiedenen Regionen, um die Praxistauglichkeit unter realen Bedingungen zu testen. Ein weiterer Vorteil ist der Preis: GCL rechnet damit, dass seine Tandem-Module nur halb so viel kosten wie herkömmliche kristalline Silizium-Panels, deren Preis derzeit bei etwa 0,15 US-Dollar pro Watt liegt.
Mit abgeschlossener Zertifizierung und laufenden Pilotprojekten rückt GCLs Perowskit-Technologie der kommerziellen Nutzung einen Schritt näher. Die Module bieten nicht nur höhere Effizienz zu niedrigeren Kosten, sondern erste Daten deuten darauf hin, dass sie nicht schneller altern als bestehende Silizium-Panels. Weitere Tests sollen die langfristige Zuverlässigkeit unter verschiedenen Klimabedingungen bestätigen.






