Gerhard Betz bleibt Nandlstädter Bürgermeister nach nervenaufreibendem Wahlkrimi
Ben SchmidtGerhard Betz bleibt Nandlstädter Bürgermeister nach nervenaufreibendem Wahlkrimi
Gerhard Betz hat sich in einer knappen Wahl erneut als Bürgermeister von Nandlstadt durchgesetzt. Das Endergebnis zeigte einen Vorsprung von nur 39 Stimmen gegenüber seiner Herausforderin Sibylle Thiermann-Mayrhofer. Als das Ergebnis in der späten Wahlabendstunde bekannt gegeben wurde, brachen seine Anhänger in Jubel aus.
Das Rennen blieb die ganze Nacht über spannend. Die ersten Hochrechnungen aus den ersten vier Wahllokalen deuteten auf einen deutlichen Vorsprung von 60 Prozent für Betz hin. Doch mit jeder weiteren Auszählung verringerte sich der Abstand dramatisch.
Die Briefwahlstimmen spielten eine entscheidende Rolle und brachten Thiermann-Mayrhofer kurz vor der finalen Auszählung in greifbare Nähe. Am Ende setzte sich Betz mit 50,7 Prozent der Stimmen durch, während seine Kontrahentin auf 49 Prozent kam. Später gestand er, die Ungewissheit sei "reine Qual" gewesen.
Betz führte seinen knappen Sieg darauf zurück, dass er Wähler mobilisiert habe, die sich bisher nicht an Wahlen beteiligt hätten. Trotz der Niederlage reichte Thiermann-Mayrhofer dem wiedergewählten Bürgermeister großzügig die Hand. Sie deutete das fast ausgeglichene Ergebnis als klares Signal: Fast die Hälfte der Nandlstädter Wähler wünsche sich in den nächsten sechs Jahren einen Wandel.
Die Wahl brachte auch im Stadtrat Veränderungen mit sich. Claudia Hoffendahl übernimmt nun den ersten Ersatzsitz, während Josef Minster weiterhin erster Stellvertreter der CSU bleibt.
Betz' Sieg ist bereits sein zweiter knapper Wahlkampf-Erfolg – 2026 hatte er sich mit nur 15 Stimmen Vorsprung durchgesetzt. Das enge Ergebnis unterstreicht die tiefen Gräben in der Nandlstädter Wählerschaft. Mit 49 Prozent für Thiermann-Mayrhofer bleibt der Einfluss der CSU in der Kommunalpolitik weiterhin stark.






