Historischer Machtwechsel: Freie Wähler erobern Landratsamt im Ostallgäu
Johanna MüllerHistorischer Machtwechsel: Freie Wähler erobern Landratsamt im Ostallgäu
Bernd Stapfner von den Freien Wählern hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Ostallgäu gewonnen. Mit 52,4 Prozent der Stimmen beendete er die lange Ära der CSU in dieser Position. Der Wechsel markiert einen politischen Führungswechsel in der Region nach mehr als einem Jahrzehnt der CSU-Dominanz.
Die Wahl folgte auf die Entscheidung von Maria Rita Zinnecker, nach ihrer Amtszeit seit 2014 nicht erneut zu kandidieren. Ihr Rückzug ließ die CSU erstmals seit 12 Jahren ohne amtierenden Kandidaten zurück. Stapfner trat gegen Andreas Bauer an, den CSU-Bewerber, in einem eng umkämpften Rennen.
Bauer erhielt 47,6 Prozent der Stimmen, bleibt jedoch in seiner bisherigen Funktion als Wirtschaftsreferent im Kaufbeurer Rathaus. Stapfners Sieg durchbricht die ununterbrochene Reihe der CSU im Landkreis, die das Amt seit mindestens 2014 innehatte. Seine Amtszeit beginnt offiziell am 1. Mai, wenn er das Amt von Zinnecker übernimmt.
Stapfners Erfolg gestaltet die lokale Politik im Ostallgäu nach Jahren unter CSU-Führung neu. Er wird sein Amt am 1. Mai antreten, während Bauer seine Arbeit in Kaufbeuren fortsetzt. Das Wahlergebnis spiegelt eine klare Präferenz der Wähler für die Freien Wähler in diesem Rennen wider.






