10 December 2025, 18:36

Interne Machtkämpfe beim FC Bayern: Wie Max Eberl um seine Transferpolitik rang

Kinder spielen Schach in einem Wettbewerb, während Erwachsene im Hintergrund und an den Seiten zuschauen.

Interne Machtkämpfe beim FC Bayern: Wie Max Eberl um seine Transferpolitik rang

Streit um Transfers bei FC Bayern aufgedeckt

FC Bayern ist sportlich auf bestem Weg, die Kritik an der Arbeit von Sportdirektor Max Eberl ist fast verstummt. Doch der 52-Jährige musste im Sommer intern hart um seine Personalpolitik kämpfen.

Max Eberls Rolle als Sportdirektor des FC Bayern war im vergangenen Jahr nicht unumstritten. Seine Transferstrategie, darunter ein gescheiterter Versuch, Xavi Simons zu verpflichten, führte zu internen Konflikten mit der Vereinsführung. Doch die jüngsten Erfolge auf dem Platz haben einen Teil der früheren Kritik abgemildert.

Im Sommer 2021 hatte Eberl eine Vereinbarung mit Xavi Simons für einen Wechsel von RB Leipzig zum FC Bayern ausgehandelt. Der Deal platzte jedoch nach Widerstand aus den Reihen der Clubspitze. Die Führung um Uli Hoeneß setzte stattdessen auf Leihspieler statt auf dauerhafte Verpflichtungen und blockierte den Transfer.

Eberls Bemühungen um Simons waren Teil eines größeren Konflikts um die Transferpolitik. Sein Vorgehen führte Berichten zufolge zu angespannten Auseinandersetzungen mit hochrangigen Verantwortlichen und stellte seine Position im Verein auf die Probe. Dennoch führte er weiterhin alle sechs Wochen hochrangige Gespräche, in die auch Trainer Vincent Kompany und Technischer Direktor Christoph Freund ihre Perspektiven einbrachten.

Ein Wendepunkt ergab sich nach einem offenen Gespräch mit Hoeneß. Der Austausch, der zunächst durch Hoeneß’ Kritik ausgelöst worden war, festigte am Ende das Vertrauen zwischen den beiden. Eberls Bereitschaft, sich mit den Machtbrokern des Vereins auseinanderzusetzen, verschaffte ihm Respekt in der Führungsetage – eine Art Vertrauensvotum für seine Arbeit.

Die starken Leistungen des FC Bayern in dieser Saison haben die Prüfung von Eberls Arbeit verringert. Zwar offenbarten seine Transferkämpfe interne Spannungen, doch die verbesserte Beziehung zu Hoeneß und die sportlichen Erfolge deuten auf einen stabileren Weg nach vorn hin. Der Verein scheint sich nun auf den sportlichen Erfolg zu konzentrieren – statt auf interne Konflikte.