12 June 2026, 22:16

Kai Wegners riskanter Machtpoker: 100 Tage bis zur Berliner Schicksalswahl

Die Countdown läuft

Kai Wegners riskanter Machtpoker: 100 Tage bis zur Berliner Schicksalswahl

Die Berliner CDU hat Kai Wegner auf einem Parteitag am 12. Februar 2023 erneut als Spitzenkandidaten für die Landeswahl 2023 bestätigt. Kritiker und innerparteiliche Konkurrenten stellen seine Siegchancen jedoch bereits infrage.

Wegner übernahm im April 2023 das Amt des regierenden Bürgermeisters – zu einer Zeit, in der seine Partei in Umfragen schlecht abschnitt und es an Koalitionspartnern mangelte. Später verwies er auf die verbesserten Wahlergebnisse der CDU als Beleg für Fortschritte unter seiner Führung.

Seine Amtsführung steht jedoch in der Kritik. Gegner werfen ihm vor, den stadtweiten Stromausfall, winterliche Glättegefahren und einen Subventionsskandal unzureichend bewältigt zu haben. Der SPD-Politiker Raed Saleh äußerte öffentlich Zweifel an seinen Wahlchancen. Zudem geriet Wegner wegen der raschen Ernennung eines neuen Staatssekretärs für Digitalisierung in die Schusslinie.

Sollte er die Wahl verlieren, wäre voraussichtlich auch sein Posten als CDU-Landesvorsitzender Geschichte. Dennoch bliebe er vorerst kommissarisch im Amt des regierenden Bürgermeisters. Seine aktuelle Amtszeit endet am 20. September 2023 – in nur noch 100 Tagen. Die CDU räumte ein, dass es keine geeignete Alternative für die Spitzenkandidatur gebe.

Wegners politische Zukunft hängt nun vom Wahlausgang ab. Eine Niederlage könnte nicht nur sein Ende als Landesvorsitzender besiegeln, sondern auch seine Zeit als Bürgermeister verkürzen. Bis dahin regiert er weiter – während das Wahlergebnis noch in den Sternen steht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle