"Kiss-Cam"-Skandal bei Coldplay: Wie ein virales Video ein Leben zerstörte
Ben Schmidt"Kiss-Cam"-Skandal bei Coldplay: Wie ein virales Video ein Leben zerstörte
Ein virales "Kiss-Cam"-Video von einem Coldplay-Konzert im Juli 2023 hat für die Beteiligten langfristige Folgen gehabt. Die Aufnahme, die Kristin Cabot und ihren damaligen Chef Andy Byron zeigt, verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Medien. Während Byron beruflich längst weitergezogen ist, kämpft Cabot weiterhin mit schweren persönlichen und finanziellen Problemen.
Der Vorfall ereignete sich während des Coldplay-Konzerts, als eine Stadionkamera Cabot und Byron beim Küssen einfing. Das Video erreichte innerhalb kürzester Zeit Milliarden von Aufrufen im Netz und löste eine Welle der Empörung aus. Später erklärte Cabot, sie und ihr Partner hätten sich zu diesem Zeitpunkt bereits getrennt, während Byron und seine Frau getrennt gelebt hätten.
Nach dem viralen Moment war Cabot massiver Online-Belästigung ausgesetzt. Ihre privaten Daten wurden öffentlich gemacht, und sie erhielt beleidigende Nachrichten, darunter sogar Todesdrohungen. Die Heftigkeit der Reaktionen veranlasste sie, ihren Posten beim Softwareunternehmen Astronomer aufzugeben. Das Unternehmen deaktivierte zudem die Kommentarfunktionen auf seinen X- und LinkedIn-Seiten, um die Folgen des Vorfalls einzudämmen.
Acht Monate später ist Cabot immer noch arbeitslos, versorgt ihre Kinder allein und steht vor finanziellen Schwierigkeiten. Byron hingegen verließ Astronomer kurz nach dem Vorfall – und hat seitdem mehrere Jobangebote erhalten. Der Fall hat seither Debatten über Sexismus und die öffentliche Bewertung des Privatlebens von Nicht-Prominenten befeuert.
Das "Kiss-Cam"-Video hat tiefgreifende Spuren in Cabots Berufs- und Privatleben hinterlassen. Seit ihrem Rücktritt findet sie keine neue Anstellung, während Byron beruflich offenbar wieder Fuß gefasst hat. Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie ungleich sich virale Bekanntheit auf die Betroffenen auswirken kann.






