18 February 2026, 14:37

Klingbeil fordert mehr Wirtshauskultur in der Regierung – mit Glitzer gegen Streit

Ein Cartoon von einem Mann mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid, mit einer Wand, einem Fenster, einem Eimer und anderen Gegenständen im Hintergrund. Unten steht der Text «F. J. Singer, der erste deutsche Politiker, der in den Kongress gewählt wurde».

Klingbeil wünscht sich mehr Kontroversen - und hat Glitzer-Pläne - Klingbeil fordert mehr Wirtshauskultur in der Regierung – mit Glitzer gegen Streit

Vizekanzler Lars Klingbeil wirbt für lebendigere Debatten in der Regierung

Bei einer politischen Veranstaltung hat Deutschlands Vizekanzler Lars Klingbeil Politiker aufgefordert, sich für lebhaftere Diskussionen in der Regierung zu öffnen. Ein offenerer, fast spielerischer Umgang miteinander könne seiner Meinung nach helfen, Konflikte zu lösen. Begleitet wurden seine Äußerungen von einem scherzhaften Vorschlag, bei Koalitionsgesprächen Glitzer als symbolisches Zeichen für Widerstandsfähigkeit einzusetzen.

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Auf einem Treffen am 18. Februar 2026 plädierte Klingbeil für einen "Wirtshaustisch-Geist" in der Politik – also eine Kultur, in der unterschiedliche Standpunkte frei geäußert werden, das gemeinsame Ziel aber stets der Zusammenhalt bleibt. Demokratie lebe davon, dass Meinungsverschiedenheiten direkt angegangen würden, selbst wenn dabei auch mal harte Worte fielen, so der Vizekanzler.

Um die Stimmung aufzulockern, schlug er einen inoffiziellen Leitspruch für die Sitzungen des Koalitionsausschusses vor: "Wenn's mal wieder hart wird – einfach ein bisschen Glitzer drüberstreuen." Trotz des verspielt klingenden Motto sollte damit Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten gefördert werden. Klingbeil scherzte sogar, wenn sein Koalitionspartner Jens Spahn nach einer Sitzung mit Glitzer im Gesicht auftauche, beweise das, dass die Methode angewendet worden sei.

Obwohl zunächst keine direkten Reaktionen anderer Koalitionspartner bekannt wurden, spiegeln Klingbeils Aussagen sein generelles Anliegen wider: eine dynamischere politische Kultur zu schaffen. Im Mittelpunkt steht für ihn die Balance zwischen offener Kontroverse und der Notwendigkeit, in Regierungsfragen gemeinsam Lösungen zu finden.

Sein Plädoyer für mehr Offenheit in der Politik vereint dabei ernsthafte und verspieltere Elemente. Das Glitzer-Motto, so symbolträchtig es auch sein mag, unterstreicht seinen Glauben daran, Herausforderungen mit Entschlossenheit zu begegnen. Ob der Ansatz tatsächlich den Ton in den Koalitionsgesprächen verändern wird, bleibt abzuwarten.