Knuspr senkt Preise für vegane Milchalternativen – aber nur im Januar 2025
Ben SchmidtKnuspr senkt Preise für vegane Milchalternativen – aber nur im Januar 2025
Knuspr senkt Preise für pflanzliche Milchalternativen an den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von Kuhmilch an
Die Supermarktkette wird die Steuer auf diese Produkte ab Januar 2025 vorübergehend von 19 auf sieben Prozent reduzieren. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer weiter steigenden Nachfrage nach veganen Optionen in ganz Deutschland.
Aktuell wird Kuhmilch in Deutschland mit sieben Prozent Mehrwertsteuer besteuert, während pflanzliche Alternativen mit 19 Prozent höher belastet werden. Diese Preisdifferenz macht vegane Drinks teurer – trotz wachsendem Kundeninteresse. Mark Hübner, Geschäftsführer von Knuspr, setzt sich dafür ein, dass pflanzliche Milch genauso viel kosten sollte wie tierische Milch, und fordert eine gesetzliche Änderung.
Der Supermarkt geht mit der Initiative „SIEBENPROZENT“ in die Offensive: Im gesamten Januar 2025 können Kund:innen an der Kasse den Code „SIEBENPROZENT“ eingeben und pflanzliche Milchalternativen zum reduzierten Steuersatz von sieben Prozent erwerben. Die Aktion soll nicht nur die ungerechte Steuerlücke aufzeigen, sondern vegane Produkte auch erschwinglicher machen.
Die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen ist bereits hoch. Fast jeder dritte Einkaufskorb bei Knuspr enthält mittlerweile vegane Produkte – mit Milchersatz als umsatzstärkster Kategorie. Die Kette hat ihr veganes Sortiment 2024 um etwa 25 Prozent erweitert und bietet nun über 600 explizit vegane Artikel sowie mehr als 6.000 pflanzliche Produkte insgesamt an.
Bundesweit essen 10 Prozent der Deutschen täglich vegetarische oder vegane Produkte, während 39 Prozent regelmäßig zu pflanzlichen Alternativen greifen. Knusprs Initiative spiegelt diesen Wandel im Konsumverhalten wider und unterstreicht das Engagement des Unternehmens, bezahlbare vegane Optionen anzubieten.
Die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung gilt für den gesamten Januar 2025. Knuspr plant, die Kampagne fortzuführen, bis die Regierung die Steuerregelung für pflanzliche Milchalternativen anpasst. Der Vorstoß des Supermarkts könnte die Politik unter Druck setzen, die aktuellen Mehrwertsteuerbestimmungen für vegane Produkte zu überprüfen.






