Kölner Rettungsdienst bleibt für Bürger kostenlos – doch wer zahlt die Rechnung?
Johanna MüllerAmbulanz-Einsätze in Köln bleiben kostenfrei - Kölner Rettungsdienst bleibt für Bürger kostenlos – doch wer zahlt die Rechnung?
Kölner Rettungsdienste bleiben für Bürger kostenfrei – neue Gebührenregelung für 1 fc köln steht bevor
Nach einer neuen Vereinbarung über Gebühren bleiben die Notfall-Rettungsdienste in Köln für die Einwohner kostenlos. Der Stadtrat wird am 5. Februar die überarbeitete Verordnung über die Gebühren für den Rettungsdienst (Rettungsdienstgebührenordnung) endgültig beschließen. Dies erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen bestimmte Kosten für Notfalleinsätze ohne Patiententransport nicht mehr übernehmen.
An den Verhandlungen über die neue Gebührenstruktur war die vdek-Landesvertretung NRW beteiligt, der regionale Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Diese Organisation regelt im Rahmen des deutschen Sozialrechts die Verträge für den Rettungsdienst und den Krankentransport. Für den Regierungsbezirk Köln nahm unter anderem Janine Hoffbuhr an den Gesprächen teil.
Die aktualisierte Verordnung stellt sicher, dass Patienten keine direkten Kosten für die Inanspruchnahme eines Rettungswagens tragen müssen. Allerdings werden die Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen künftig bestimmte Einsätze ohne Patiententransport nicht mehr erstatten. Solche Fälle machen etwa ein Viertel aller Notruf-Dispatches in Köln aus. Der Entwurf wird am 5. Februar den politischen Ausschüssen der Stadt zur Abstimmung vorgelegt. Während die Details kostenlose Notfalltransporte und Sitzfahrten im Krankentransport bestätigen, gibt es bisher keine offizielle Stellungnahme dazu, ob Versicherer künftig andere Kosten des Rettungsdienstes übernehmen werden.
Die endgültige Entscheidung über die Gebührenänderungen fällt in der nächsten Stadtratssitzung. Für die Kölner Bürger bleibt die Nutzung des Rettungsdienstes damit weiterhin ohne persönliche Zuzahlung. Ungeklärt bleibt jedoch, wie die nicht transportbezogenen Einsatzkosten künftig gedeckt werden, nachdem sich die Politik der Krankenkassen geändert hat.