Kubicki vor FDP-Vorsitz: Hagen soll als Generalsekretär seine Agenda umsetzen
Hannah BöhmKubicki vor FDP-Vorsitz: Hagen soll als Generalsekretär seine Agenda umsetzen
Wolfgang Kubicki steht kurz davor, neuer Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP) zu werden. Sein Favorit für das Amt des Generalsekretärs, Martin Hagen, wird die Position voraussichtlich übernehmen, nachdem Henning Höne seine Kandidatur zurückgezogen hat. Auf dem Parteitag am 30. und 31. Mai soll Kubickis Führung offiziell bestätigt werden; Hagen wird erwartet, seine Agenda zu unterstützen.
Hagen wurde 1981 in La Spezia, Italien, als Kind deutscher Eltern geboren und wuchs im bayerischen Landkreis Rosenheim auf. In München studierte er Politikwissenschaft und Psychologie, bevor er 1998 den Jungliberalen beitrat. Mit nur 28 Jahren ernannte ihn Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zur Geschäftsführerin des FDP-Landesverbands Bayern.
Während der Coronapandemie erregte Hagen größere Aufmerksamkeit, als er die Politik von Markus Söder kritisierte. Seine deutliche Haltung traf bei vielen Gegnern der Maßnahmen auf Zustimmung und stärkte sein Profil. 2018 führte er die FDP als Spitzenkandidat zurück in den bayerischen Landtag. Fünf Jahre lang leitete er anschließend die Landtagsfraktion.
In diesem Jahr gründete Hagen gemeinsam mit Kristina Schröder und Andreas Rödder das Thinktank Republik 21. Er plädiert dafür, dass die FDP eine mutigere, klarere Position einnehmen müsse, statt sich in die politische Mitte zu bewegen. Als Generalsekretär wird es seine Aufgabe sein, Kubickis Vision sowohl innerparteilich als auch in der Öffentlichkeit zu vermitteln.
Mit Kubickis Führung nun so gut wie sicher, wird Hagens Rolle als Generalsekretär die Ausrichtung der FDP prägen. Seine Erfahrung in der bayerischen Politik und sein Appell für ein deutlicheres Parteiprofil werden beeinflussen, wie sich die FDP in den kommenden Jahren präsentiert. Der Parteitag Ende Mai wird diese Weichenstellungen offiziell besiegeln.






