Landshut beschließt 416-Millionen-Haushalt mit Fokus auf Bildung und Infrastruktur
Hannah BöhmLandshut beschließt 416-Millionen-Haushalt mit Fokus auf Bildung und Infrastruktur
Der Stadtrat von Landshut hat einstimmig den Haushalt 2024 sowie einen vierjährigen Investitionsplan verabschiedet. Das gesamte Finanzpaket umfasst 416,3 Millionen Euro, mit Schwerpunkten auf Bildung, Gesundheitswesen und Infrastruktur. Bürgermeister Alexander Putz eröffnete seine Haushaltsrede mit einem Appell zur Bedeutung demokratischer Werte und verwies dabei auf die jüngsten prodemokratischen Kundgebungen in der Stadt.
Die genehmigten Mittel verteilen sich auf zwei Hauptbereiche: 314 Millionen Euro für den laufenden Verwaltungsbetrieb und 102,3 Millionen Euro für langfristige Investitionen. Zwar sinkt das Investitionsvolumen in diesem Jahr auf 86,9 Millionen Euro – nach dem Rekordwert von 110 Millionen Euro im Jahr 2023 –, bleibt damit aber über dem üblichen Durchschnitt der Stadt.
Zu den zentralen Vorhaben zählt die Sanierung des historischen Stadttheaters, die bis 2028 abgeschlossen werden und 57 Millionen Euro kosten soll. Auch im Bildungsbereich sind umfangreiche Maßnahmen geplant: eine neue staatliche weiterführende Schule, zwei Grundschulen sowie die für 42 Millionen Euro vorgesehene Modernisierung der Grundschule St. Peter und Paul. Um diese Projekte zu finanzieren, wird die Stadt voraussichtlich bis 2027 ihre volle Kreditgrenze von 45 Millionen Euro für Schulbauvorhaben ausschöpfen.
Das städtische Krankenhaus erhält in den kommenden vier Jahren Unterstützung in Höhe von 60 Millionen Euro. Weitere Mittel sollen durch den Verkauf städtischer Grundstücke generiert werden, wobei bis 2027 Einnahmen von knapp 65 Millionen Euro erwartet werden. Dennoch muss die Stadt 38,6 Millionen Euro aus ihren finanziellen Rücklagen entnehmen, um den Haushalt auszugleichen.
Der Haushalt vereint ehrgeizige Ziele mit finanzieller Vorsicht. Mit der einstimmigen Zustimmung des Rates setzt die Stadt klare Prioritäten bei Schulen, Gesundheitsversorgung und kulturellen Leitprojekten. Zur Finanzierung setzt sie auf Grundstücksverkäufe und Kredite, ohne dabei die langfristige Haushaltsstabilität aus den Augen zu verlieren.






