Linde streicht 400 Ingenieursjobs – bis Mai drohen betriebsbedingte Kündigungen
Elias BraunLinde streicht 400 Ingenieursjobs – bis Mai drohen betriebsbedingte Kündigungen
Linde plant Streichung hunderter Stellen in der Ingenieursparte bis Ende Mai
Der Konzern reagiert mit dem Schritt auf die Notwendigkeit, seine Geschäftsaktivitäten an die Herausforderungen des hart umkämpften globalen Marktes anzupassen. Bis zu 400 Arbeitsplätze könnten wegfallen – das entspricht fast einem Viertel der Belegschaft an den Standorten Höllriegelskreuth und Dresden.
Aktuell beschäftigt die Ingenieursparte rund 1.200 Mitarbeiter an beiden Standorten. Linde begründet die Umstrukturierung damit, dass Ressourcen stärker an die Marktnachfrage angepasst werden müssten. Die Sparte steht unter zunehmendem Druck durch internationale Konkurrenten, sowohl bei den Kosten als auch bei technologischen Innovationen.
Betroffenen Beschäftigten werden drei Optionen angeboten: eine Abfindungsregelung, die Vermittlung über eine Outplacement-Firma oder ein vorzeitiges Teilrentenmodell. Wer die Fristen versäumt, könnte aufgrund betrieblicher Erfordernisse mit betriebsbedingten Kündigungen konfrontiert werden. Die Gespräche mit den Mitarbeitern und dem Betriebsrat zur finalen Ausgestaltung laufen noch.
Linde bleibt weltweit führend in der Versorgung mit Industriegasen und verzeichnet insgesamt solide Gewinne. Die Ingenieursparte trägt jedoch nur einen geringen Anteil zum Gesamtumsatz und -ergebnis des Konzerns bei – ein Umstand, der die Entscheidung zum Personalabbau vermutlich mitbeeinflusst hat.
Die Stellenstreichungen werden die Belegschaft in den beiden deutschen Werken um fast 25 Prozent verringern. Die betroffenen Mitarbeiter müssen sich bis zur Mai-Deadline für ihren weiteren Weg entscheiden. Das Unternehmen strebt an, seine Abläufe effizienter zu gestalten, ohne seine Position in der wettbewerbsintensiven Branche zu gefährden.