13 March 2026, 20:24

Lufthansa kündigt radikale Umstrukturierung mit 4.000 Stellenabbau an

Eine Grafik, die die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Geschäfte zeigt, mit Abschnitten für die Erholung und die wirtschaftliche Erholung in verschiedenen Branchen sowie begleitendem Text, der die Daten erläutert.

Lufthansa kündigt radikale Umstrukturierung mit 4.000 Stellenabbau an

Die Lufthansa Group hat eine umfassende strategische Neuausrichtung vorgestellt, mit der die Rentabilität und Nachhaltigkeit des Konzerns gestärkt werden soll. Die auf dem Capital Markets Day in München präsentierten Pläne umfassen Stellenabbau, eine engere Verzahnung der Unternehmensbereiche sowie ehrgeizige finanzielle Ziele für die kommenden Jahre.

Bis 2030 soll die globale Belegschaft des Konzerns um etwa 4.000 Stellen reduziert werden. Betroffen sind vor allem administrative Funktionen in Deutschland, während Stellen im Kundenkontakt und an vorderster Front weitgehend verschont bleiben. Ziel ist es, die Back-Office-Bereiche schlanker zu gestalten, ohne die Servicequalität zu beeinträchtigen.

Im Rahmen der Umstrukturierung wird zudem die Zusammenarbeit zwischen den Fluggesellschaften der Gruppe und den zentralen Abteilungen intensiviert. Dadurch sollen Doppelstrukturen abgebaut, die Einführung digitaler Lösungen beschleunigt und der Einsatz von KI in allen Unternehmensbereichen ausgeweitet werden.

Finanziell hat sich die Lufthansa Group klare Vorgaben für den Zeitraum 2028 bis 2030 gesetzt: Die bereinigte EBIT-Marge soll 8 bis 10 Prozent betragen, die bereinigte Kapitalrendite (Return on Capital Employed) 15 bis 20 Prozent erreichen. Der jährliche bereinigte freie Cashflow soll in dieser Phase mehr als 2,5 Milliarden Euro übersteigen. Zur Absicherung der Stabilität wird der Konzern eine Liquiditätsreserve von 8 bis 10 Milliarden Euro vorhalten, seine Investment-Grade-Bonität bewahren und die Dividendenpolitik fortsetzen, wonach 20 bis 40 Prozent des Nettogewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Die Neuaufstellung unterstreicht das Bestreben der Lufthansa nach mehr Effizienz und finanzieller Disziplin. Durch den gezielten Abbau von Verwaltungsstellen und den stärkeren Fokus auf Digitalisierung will der Konzern höhere Renditen erzielen, ohne die Kernleistungen zu gefährden. Gleichzeitig wird die langfristige Liquiditätssicherung und die Ausschüttungspolitik zugunsten der Aktionäre gestärkt.

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