11 November 2025, 20:12

Mainzer Fastnacht bekommt eine „Narrenverfassung“ für Freiheit und Tradition

Ein Tisch mit Büchern, Kerzen, Gläsern, Text und einem Stein darauf.

Mainzer Fastnacht bekommt eine „Narrenverfassung“ für Freiheit und Tradition

Mainzer Fastnacht: Das verrückteste und historischste Fest Deutschlands gibt sich eine "Narrenverfassung"

Die Mainzer Fastnacht, das lebendigste und traditionsreichste Fest Deutschlands, hat sich eine einzigartige Verfassung gegeben: die Narrenverfassung. Am 11. November 2025 um punkt 11:11 Uhr feierlich verkündet, vereint dieses Dokument den Geist von Freiheit, Gleichheit und Gemeinschaft, der das Fest seit jeher prägt.

Inspiriert von den Idealen der Französischen Revolution betont die Narrenverfassung die Werte Liberté, Égalité, Fraternité. Artikel 1 erklärt die Würde jedes Narren – also jedes Teilnehmers – für unantastbar. Artikel 2 garantiert, dass alle Narren gleich sind, unabhängig von ihrer Rolle im Treiben. Artikel 3 gewährt jedem die Freiheit, doch mit dem Vorbehalt, dass sie dort endet, wo die Freiheit des anderen beginnt. Zudem wird die Meinungsfreiheit besonders hervorgehoben: Narren dürfen sich ohne Einschränkung äußern.

Das Dokument würdigt die jahrhundertealten Bräuche des Festes. Die Zahl elf, in der Fastnachtsmythologie Symbol für Anarchie, Magie und den Teufel, steht hier für Zusammenhalt – denn einer ist auf den anderen angewiesen. Die Präambel preist die Mainzer Fastnacht als das "schönste, prächtigste und älteste Volksfest" der Welt. Artikel 11 ermuntert die Jecken, sich während der tollen Tage nicht allzu ernst zu nehmen.

Die Narrenverfassung, am 11.11. um 11:11 Uhr der Fastnachtsgemeinschaft feierlich überreicht, ist Leitstern für Einheit und Freiheit in der Mainzer Fastnacht. Sie bewahrt die Traditionen des Festes und fördert zugleich die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.