Moosburgs neues Solarfeld liefert Ökostrom für 300 Haushalte und setzt auf Doppelnutzung
Elias BraunMoosburgs neues Solarfeld liefert Ökostrom für 300 Haushalte und setzt auf Doppelnutzung
Neues Solarfeld in Moosburg versorgt Region mit sauberer Energie
In Moosburg ist ein neues Solarfeld in Betrieb gegangen, das die Region nun mit Ökostrom beliefert. Das Projekt, das in nur sechs Wochen fertiggestellt wurde, kann etwa 300 Haushalte mit Energie versorgen. Lokale Vertreter und Investoren loben es als wichtigen Schritt hin zu einer breiteren Nutzung erneuerbarer Energien.
Die Idee für das Solarfeld erreichte die Moosburger Verwaltung erstmals Ende 2024. Der Stadtrat gab daraufhin einstimmig grünes Licht, sodass die Bauarbeiten zügig beginnen konnten. Der private Investor Jürgen Ulm, ein Energieunternehmer aus Aich, leitete die Installation von rund 1.500 Solarmodulen.
Das Gelände liegt im Aicher Gebiet 'Kuttenwiese' – eingezwängt zwischen der Autobahn A92, einer Brücke und zwei Kiesgruben. Die Stadt Moosburg und weitere Grundbesitzer verpachteten das Areal speziell für dieses Vorhaben. Die Bauarbeiten starteten Anfang Oktober 2025 und waren noch vor Ende November abgeschlossen. Neben der Stromerzeugung bleibt das Land unter den Modulen weiter nutzbar: Ulm steht bereits mit einem ortsansässigen Landwirt in Verhandlungen, um dort Schafe weiden zu lassen. Diese Doppelnutzung verbindet Landwirtschaft mit Solarstrom und sorgt dafür, dass das Gelände produktiv bleibt, während es gleichzeitig Elektrizität erzeugt.
Ulm gilt seit 2010 als regionaler Vorreiter in Sachen Solarenergie, als er begann, Photovoltaikanlagen auf Scheunen und Hausdächern zu installieren. Sein jüngstes Projekt markiert einen weiteren Meilenstein in seinen Bemühungen, erneuerbare Energien in Baden-Württemberg auszubauen.
Das Solarfeld ist nun voll funktionsfähig und speist Strom ins Netz ein. Mit einer Kapazität für 300 Haushalte stärkt es Moosburgs Wandel hin zu nachhaltiger Energie. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie Solaranlagen und Landwirtschaft Hand in Hand gehen können – ein Modell für künftige Vorhaben.