"Muffin-Mann" und "Humpty Dumpty": Warum diese Kinderreime Historiker vor Rätsel stellen
Hannah Böhm"Muffin-Mann" und "Humpty Dumpty": Warum diese Kinderreime Historiker vor Rätsel stellen
Zwei bekannte Kinderreime geben Historikern seit langem Rätsel auf, da ihre Herkunft unklar ist. „Der Muffin-Mann“ und „Humpty Dumpty“ werden mit verschiedenen Theorien in Verbindung gebracht – von königlichen Todesfällen bis hin zur Straßenverkaufskultur. Doch viele dieser Deutungen bleiben umstritten oder unbelegt.
Der Reim über den Muffin-Mann dürftest sich auf das London des 19. Jahrhunderts beziehen, wo Straßenhändler von Tür zu Tür Muffins verkauften. Diese Verkäufer besaßen keine eigenen Küchen und arbeiteten oft bis spät in die Nacht, was es den Kunden ermöglichte, sich schnell einen Snack zu besorgen. Die Melodie selbst wurde erstmals 1820 aufgezeichnet und spiegelt eine Zeit wider, in der es üblich war, Essen von umherziehenden Händlern zu kaufen.
Eine Online-Theorie behauptet, der Muffin-Mann sei ein Serienmörder gewesen – doch dafür gibt es keinerlei Belege. Noch unklarer sind die Ursprünge von Humpty Dumpty. Manche bringen den Reim mit dem Tod von König Richard III. in Verbindung, andere sehen darin eine Beschreibung öffentlicher Trunkenheit. Frühere Versionen des Liedes erwähnen kein Ei, was das Rätsel nur vergrößert.
Beide Reime bleiben mit der britischen Geschichte verbunden, auch wenn ihre wahre Bedeutung im Dunkeln liegt. Der Muffin-Mann verweist auf den Straßenhandel in London, während die Herkunft von Humpty Dumpty weiterhin Diskussionen auslöst. Ohne handfeste Beweise bleiben diese Theorien jedoch genau das – Spekulationen statt gesicherter Fakten.






