30 December 2025, 20:28

Münchner Apotheke kämpft monatelang gegen Vandalismus – ohne Versicherungsschutz

Ein Mann in der Mitte mit seiner Hand auf dem Gesicht, ein Tisch mit Gläsern und Flaschen links, ein Glas mit einem Van auf der Straße daneben und Lichter rechts.

Münchner Apotheke kämpft monatelang gegen Vandalismus – ohne Versicherungsschutz

Münchner Apotheke leidet seit Monaten unter wiederholten Vandalismusangriffen

Seit Oktober 2022 wird eine Apotheke in München immer wieder Ziel von Sachbeschädigungen – die Schaufensterscheiben wurden mehrfach eingeworfen. Für den Besitzer, Ludwig Gierstorfer, sind die Angriffe mittlerweile zu einer schweren finanziellen Belastung geworden. Der mutmaßliche Täter, ein obdachloser Mann, hat sich zwar selbst gestellt, doch der Schaden bleibt vorerst unbeglichen.

Die Münchner Ostbahnhof-Apotheke in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs kämpft seit über einem Jahr mit zerbrochenen Scheiben. Beim letzten Vorfall wurde ein Pflasterstein durch die Glasfront geschleudert, was die Sorgen weiter verschärfte. Vier große Scheiben sind inzwischen beschädigt und wurden notdürftig mit Provisorium-Verglasungen gesichert.

Der Verdächtige, ein Obdachloser, hat die Polizei mehrfach um seine Ingewahrsamnahme gebeten – möglicherweise auf der Suche nach einer Unterkunft. Die Behörden ließen ihn jedoch wieder frei, da es weder ausreichende Beweise für eine längere Festhaltung gab noch Anzeichen für eine akute psychische Erkrankung. Gierstorfer, der Apothekeninhaber, zeigte sich bereit, dem Mann bei der Suche nach einer stabilen Wohnsituation zu helfen, um weitere Vorfälle zu verhindern.

Wie der Versicherungsexperte Michael Jeinsen erläuterte, gelte der Schaden mittlerweile nicht mehr als plötzlich oder unerwartet. Daher übernehme die Versicherung der Apotheke die Reparaturkosten nicht. Gierstorfer räumte ein, dass das Unternehmen unter diesen Umständen keine Entschädigung für die Verluste erwarten könne.

Die Apotheke steht nun vor steigenden Reparaturrechnungen – ohne Unterstützung der Versicherung. Gierstorfers Angebot, dem Obdachlosen zu helfen, könnte das Problem an der Wurzel packen. Bis dahin bleiben die zerbrochenen Scheiben ein sichtbares Zeichen für die anhaltende Misere.