23 May 2026, 08:17

N-ERGIE startet 2D-seismische Suche nach Erdwärme im Nürnberger Umland

Geothermisches Projekt: Spezielle Fahrzeuge untersuchen das Untergrund in Fürth und dem Landkreis

N-ERGIE startet 2D-seismische Suche nach Erdwärme im Nürnberger Umland

N-ERGIE bereitet umfangreiche 2D-seismische Untersuchungen im Großraum Nürnberg vor

Im Rahmen des Projekts Erdwärme Franken plant der Energieversorger N-ERGIE großflächige 2D-seismische Messungen im Nürnberger Umland. Ziel der Initiative ist es, das geothermische Potenzial der Region zu erkunden, um die Nutzung erneuerbarer Energien in der lokalen Fernwärmeversorgung auszubauen. Nach Jahren der Planung und Abstimmung mit Behörden sollen die Untersuchungen Ende 2026 beginnen.

Bereits 2023 hatte N-ERGIE die Genehmigung erhalten, ein etwa 200 Quadratkilometer großes Gebiet auf geothermische Ressourcen zu untersuchen. Das Projekt konzentriert sich auf sechs Messlinien mit einer Gesamtlänge von rund 110 Kilometern, die sich durch Nürnberg, Fürth und angrenzende Gemeinden ziehen. Konkrete Routen führen dabei auch durch den Landkreis Fürth, darunter die Städte Oberasbach, Stein und Zirndorf.

Bei der 2D-seismischen Methode werden Schallwellen bis zu fünf Kilometer tief in den Untergrund gesendet, um geologische Strukturen zu kartieren. Spezialfahrzeuge sammeln über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen Daten, voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2026. N-ERGIE arbeitet eng mit den Landratsämtern, Kommunen und lokalen Behörden zusammen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Die gewonnenen Daten sollen die Erkundungsarbeiten vorantreiben und könnten zudem die Wärmeplanung der betroffenen Gemeinden unterstützen. Langfristig zielt das Projekt Erdwärme Franken darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien in den Fernwärmenetzen zu erhöhen.

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Die Untersuchungen liefern detaillierte Bilder der unterirdischen Formationen und helfen, das geothermische Potenzial der Region einzuschätzen. Bei Erfolg könnten die Ergebnisse einen Beitrag zu nachhaltigen Energielösungen für Nürnberg und das Umland leisten. Der Start der Messungen ist für Ende 2026 vorgesehen – die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Quelle