Nürnberger Presse wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte – und schreibt an Söder
Ben SchmidtNürnberger Presse wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte – und schreibt an Söder
Die Nürnberger Presse hat Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Unternehmens entschieden zurückgewiesen. Die Verlegerinnen Bärbel Schnell und Sabine Schnell-Pleyer nahmen in einem Schreiben direkt an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder Stellung. Das familiengeführte Medienhaus betonte darin seine Entschlossenheit, unabhängig zu bleiben und die Arbeit im regionalen Journalismus fortzuführen.
Die klare Absage erfolgte in einem persönlichen Brief an Söder, in dem die Verlegerinnen um Unterstützung bei der Eindämmung der haltlosen Spekulationen baten. Die Gerüchte, insbesondere jene über einen Verkauf an Verlage in Augsburg oder Passau, bezeichneten sie als grundlos. Solche Behauptungen tauchen nicht zum ersten Mal auf: Bereits im Juli 2025 hatten dieselben Verlegerinnen Söder schriftlich versichert, dass kein Verkauf geplant sei.
Die Nürnberger Presse zählt nach wie vor zu den größten Regionalmedien Bayerns. Ihre Flaggschiffe, die Nürnberger Nachrichten und die Nürnberger Zeitung, üben in Franken erheblichen Einfluss aus. Die Verlegerinnen bekräftigten erneut ihr Bekenntnis zu unabhängigem Journalismus – ein Eigentümerwechsel oder strategische Kurskorrekturen seien nicht in Sicht.
Was die jüngste Welle an Gerüchten ausgelöst hat, blieb offen. Auch aktuelle finanzielle oder strategische Kennzahlen zur Unternehmensentwicklung wurden nicht veröffentlicht.
Die Position der Verlegerinnen ist eindeutig: Die Nürnberger Presse bleibt in Familienhand. In ihrem Schreiben an Söder unterstreichen sie den Willen, Stabilität zu wahren und sich auf die regionale Berichterstattung zu konzentrieren. Vorerst gibt es keine Pläne für einen Verkauf oder eine Umstrukturierung – die Zukunft des Unternehmens bleibt unverändert.