Oktoberfest 2024: Rekordbesuch trotz Bombendrohung und Sicherheitsalarm
Johanna MüllerOktoberfest-Bilanz: 6,5 Millionen Besucher und ebenso viel Bier in Litern - Oktoberfest 2024: Rekordbesuch trotz Bombendrohung und Sicherheitsalarm
Oktoberfest lockt 6,5 Millionen Besucher nach München – trotz Bombendrohung und Zwischenfällen
In diesem Jahr zog das Oktoberfest 6,5 Millionen Gäste nach München, wobei der größte Andrang am 3. Oktober zu verzeichnen war. Die Veranstaltung wurde jedoch auch von Störungen überschattet, darunter eine Bombendrohung, die zu einer siebenstündigen Schließung führte. Trotz der Herausforderungen verzeichneten die Organisatoren starke Bier- und Essensumsätze während des gesamten Festes.
Das Volksfest startete mit hohem Besucheraufkommen und erreichte am 3. Oktober seinen Höhepunkt: Über 250.000 Menschen strömten an diesem Tag auf das Gelände, doch die Behörden mussten die Theresienwiese für eine Stunde wegen Überfüllung vorübergehend schließen. Sicherheit hatte oberste Priorität – das Personal vereitelte insgesamt 116.000 versuchte Diebstähle von Bierkrügen.
Am 7. Oktober legte eine Bombendrohung den Betrieb für mehr als sieben Stunden lahm. Der Vorfall begann, als ein 57-jähriger Mann, der in eine gewalttätige Familienstreitigkeit verwickelt war, Teile Münchens in Atem hielt. Die Ermittler bestätigten später, dass der Verdächtige seinen 90-jährigen Vater getötet sowie seine Mutter und Tochter verletzt hatte, bevor er sich selbst das Leben nahm.
Bis zum Ende des Festes wurden 6,5 Millionen Liter Bier getrunken. Auch die Essensstände verzeichneten steigende Umsätze – in einigen großen Zelten stieg der Absatz um bis zu sechs Prozent, lediglich der Verkauf von Hähnchen blieb hinter dem Trend zurück. Gleichzeitig registrierten die Fundbüros rund 4.500 verlorene Gegenstände, von denen bis zum letzten Sonntag 900 an ihre Besitzer zurückgegeben werden konnten.
Im Schnitt machten internationale Gäste 21 Prozent der Besucher aus. Zu den meistvertretenen Nationen zählten die USA, Italien und Großbritannien, gefolgt von Österreich, Polen, Spanien, Frankreich, Indien und Schweden.
Trotz Sicherheitsvorfällen und vorübergehender Schließungen endete das Oktoberfest mit Millionen Besuchern. Der Bierkonsum entsprach der Besucherzahlen, während viele Wirte höhere Essensumsätze verbuchten. Die Fundbüros konnten Hunderte Gegenstände zurückgeben, und ausländische Touristen trugen maßgeblich zum internationalen Flair des Festes bei.






