11 June 2026, 02:16

Österreichs 5-Milliarden-Sparpaket: Wer zahlt die Zeche für die Haushaltskonsolidierung?

Finanzminister Markus Marterbauer's Haushaltsrede 2027/28: Wo Einschnitte gemacht werden

Österreichs 5-Milliarden-Sparpaket: Wer zahlt die Zeche für die Haushaltskonsolidierung?

Finanzminister Markus Marterbauer hat dem Nationalrat ein Konsolidierungspaket im Volumen von 5 Milliarden Euro vorgestellt. Das Vorhaben zielt darauf ab, das Haushaltsdefizit Österreichs bis 2028 unter die EU-Grenze von drei Prozent zu drücken. Durch eine Kombination aus Ausgabenkürzungen und neuen Einnahmequellen soll die Stabilität der öffentlichen Finanzen wiederhergestellt werden.

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Im Mittelpunkt des Plans stehen Kostensenkungen sowie die Erschließung zusätzlicher Einnahmen. Unternehmen und Banken werden einen Großteil der Last tragen: Geplant sind eine progressive Erhöhung der Körperschaftsteuer sowie eine Verlängerung der Bankenabgabe. Zudem sollen höhere Dividenden von staatlichen Beteiligungsunternehmen zur Haushaltskonsolidierung beitragen.

Als vorrangige Maßnahme ist ab 2028 eine Senkung der Lohnnebenkosten vorgesehen. Diese Schritte sollen die Belastung für Arbeitnehmer verringern, während gleichzeitig die fiskalische Disziplin gestärkt wird. Die Regierung treibt damit ihr zweites großes Sparpaket voran, das in den Doppelhaushalt 2027/28 eingebettet ist.

Das Konsolidierungspaket strebt an, das Defizit bis 2028 auf unter 3 Prozent zu senken. Gestützt wird es auf Steueranpassungen, strenge Ausgabendisziplin und höhere Beiträge von Unternehmen und Finanzinstituten. Der Nationalrat wird die vorgeschlagenen Maßnahmen nun prüfen.

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