08 May 2026, 12:14

Panter-Preis 2026 ehrt graswurzelnahe Medienmacher mit rebellischem Motto

Zeitungsvorderseite mit mehreren Anzeigen und Schlagzeilen.

Panter-Preis 2026 ehrt graswurzelnahe Medienmacher mit rebellischem Motto

Der Panter-Preis 2026 hat sein Motto bekannt gegeben: *„Unabhängig. Kritisch. Widerständig: Graswurzelmedien“. In diesem Jahr zeichnet die Auszeichnung Projekte aus, die Gemeinschaftsstimmen stärken und demokratische Medienlandschaften in ganz Deutschland fördern. Die Shortlist präsentiert ein breites Spektrum – von langjährigen Initiativen bis zu neuen Plattformen – und zeigt engagierten Journalismus sowie Medienbildungsarbeit in ihrer ganzen Vielfalt.

Zu den Nominierten gehört Radio CORAX, ein Freies Radio aus Halle (Saale). Seit seinem Sendestart am 1. Juli 2000 fungiert es als basisdemokratische Plattform und gibt marginalisierten Perspektiven eine Stimme. Ein weiterer Anwärter ist Radio Connection, ein mobiles Radiostudio in Berlin-Marzahn. Hier gestalten Menschen mit und ohne Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund gemeinsam eine wöchentliche mehrsprachige Sendung.

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Auch RUMS, ein unabhängiges Medienprojekt aus Münster, wurde ausgezeichnet. Seit seiner Gründung 2020 setzt es auf investigativen Journalismus und die Förderung öffentlicher Debatten. Das Projekt nah:dran – Medien für alle der Jugendpresse Deutschland bringt unterdessen Medienkompetenz zu Kindern und Jugendlichen in strukturschwachen Regionen.

Die Shortlist umfasst auch langjährige Vorhaben: Der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefängniszeitung, erscheint seit 1968 – herausgegeben von Inhaftierten der JVA Berlin-Tegel. Die Studentenzeitung UnAufgefordert wird seit dem 17. November 1989 vollständig ehrenamtlich von Studierenden produziert. Der Berndt Media Verlag steuert kostenlose Monatsmagazine zu lokaler Kultur und Kino in der Rhein-Ruhr-Region bei.

Die Publikumswahl für den Publikumspreis startet am 8. Juni und endet am 27. Juni 2026. Die Preisträger:innen werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Museum der Arbeit bekannt gegeben – während der Hamburger Woche der Pressefreiheit.

Der Panter-Preis 2026 rückt Medienprojekte in den Fokus, die etablierte Erzählungen herausfordern und Gemeinschaften ermächtigen. Die ausgewählten Initiativen – von Gefängnisjournalismus bis zu Jugendmedienbildung – beweisen die Widerstandsfähigkeit unabhängiger Stimmen. Die Abstimmung beginnt im Juni, die Preisverleihung findet im Oktober während der Hamburger Woche der Pressefreiheit statt.

Quelle