07 April 2026, 18:20

Patentanwälte und EPA besprechen Qualitätsreformen zum 125-jährigen Jubiläum

Detailreiches technisches Zeichnung eines Automotors aus dem deutschen Patent 890,000,000 - Schematics, zeigt Kolben, Ventile und andere Komponenten.

Patentanwälte und EPA besprechen Qualitätsreformen zum 125-jährigen Jubiläum

Eine Delegation der Patentanwaltskammer (PAK) traf sich am 6. Juni mit Vertretern des Europäischen Patentamts (EPA) in München. Die Gespräche standen im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums des Patentanwaltsberufs und behandelten zugleich zentrale Entwicklungen im europäischen Patentsystem. Beide Seiten erörterten Qualitätsverbesserungen sowie anstehende Reformen in diesem Bereich.

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Das Treffen fand im Hauptsitz des EPA statt, wobei PAK-Präsident Christof Keussen die Delegation leitete. Das EPA wurde durch Vizepräsident Christoph Ernst und ein Expertenteam vertreten. Im Mittelpunkt des Austauschs stand der Qualitätsaktionsplan 2025 des EPA, der sich auf Personalgewinnung, Schulungen sowie neue Werkzeuge für Prüfer und Formalitätsbeamte konzentriert.

Die PAK-Delegation würdigte die Bemühungen des EPA, hohe Standards bei der Patenterteilung aufrechtzuerhalten. Das EPA informierte zudem über Neuigkeiten aus seinem Observatorium für Patente und Technologie, das evidenzbasierte Diskussionen über Innovation fördern soll. Ein weiteres zentrales Thema war die modernisierte Europäische Eignungsprüfung (EEP), deren erste Reformphase mit der Einführung von Prüfungsteil F im März 2025 beginnt.

Die 1993 gegründete PAK ist die gesetzliche Berufsvertretung aller Patentanwälte in Deutschland. Sie vertritt über 4.000 Mitglieder – etwa ein Drittel aller vor dem EPA zugelassenen europäischen Patentanwälte – und ist damit die größte nationale Vereinigung ihrer Art in Europa.

Das bilaterale Treffen unterstrich die fortlaufende Zusammenarbeit zwischen EPA und PAK. Die Diskussionen zu Qualitätsmaßnahmen, Prüferunterstützung und Prüfungsreformen zielen darauf ab, die Zukunft des Patentrechts in Europa mitzugestalten. Gleichzeitig wurde die lange Tradition des Patentanwaltsberufs gewürdigt.

Quelle