17 June 2026, 19:10

Pfändungsschutzkonten: Warum Betroffene oft nicht an ihr Geld kommen

Pfändungsschutzkonto: Diakonie Fürth sieht Lücken in der Praxis

Pfändungsschutzkonten: Warum Betroffene oft nicht an ihr Geld kommen

Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth warnt vor Problemen mit Pfändungsschutzkonten

Anlässlich der Aktionswoche Schuldnerberatung macht die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth auf Schwierigkeiten mit geschützten Bankkonten aufmerksam. Unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ wird thematisiert, wie verschuldete Menschen auf diese Konten angewiesen sind, um ihre Existenzgrundlage zu sichern.

Ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) schützt einen monatlichen Freibetrag von 1.560 Euro vor dem Zugriff von Gläubigern. Jeder Inhaber eines Girokontos kann die Umwandlung in ein P-Konto beantragen – ohne dass sich dabei Konditionen wie Gebühren oder Kartensperren ändern. Allerdings darf das Konto anschließend nur noch auf Guthabenbasis geführt werden, eine Überziehung ist nicht mehr möglich.

Doch wie die Diakonie Fürth berichtet, wenden Banken den Pfändungsschutz nicht immer korrekt an. So können Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen am Automaten abgelehnt werden – selbst wenn ein P-Konto eingerichtet ist. Besonders problematisch sind Gemeinschaftskonten, die sich nicht so einfach umwandeln lassen wie Einzelkonten. Die Beratungsstelle rät Kontoinhabern daher, ihre Zahlungsvorgänge genau zu prüfen, um sicherzustellen, dass die Mittel für den Lebensunterhalt gesichert bleiben.

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Zwar soll das P-Konto-System verschuldeten Menschen den Zugang zu existenziellen Finanzmitteln garantieren. Doch praktische Hürden wie abgelehnte Transaktionen oder Einschränkungen bei Gemeinschaftskonten können die Verfügbarkeit des Geldes beeinträchtigen. Die Diakonie Fürth setzt sich während der Aktionswoche Schuldnerberatung weiter für Lösungen dieser Probleme ein.

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