17 June 2026, 19:22

Rebhuhn in der Schweiz ausgestorben – kann es in Deutschland noch gerettet werden?

Rebhühne: Hobbyjäger fordern Straftatbestand

Rebhuhn in der Schweiz ausgestorben – kann es in Deutschland noch gerettet werden?

Das Rebhuhn ist in der Schweiz verschwunden und im gesamten deutschsprachigen Raum vom Aussterben bedroht. In Deutschland haben rücksichtslose Jagd, intensive Landwirtschaft und verzögerte Naturschutzmaßnahmen die Art an den Rand des Abgrunds getrieben. Naturschützer warnen, dass menschliche Aktivitäten nach wie vor die größte Gefahr für ihr Überleben darstellen.

Einst weit verbreitet, ist das Rebhuhn in der Schweiz heute ausgestorben. Sein Rückgang in Deutschland geht auf übermäßige Bejagung, die Intensivierung der Landwirtschaft und zu spät eingeleitete Schutzmaßnahmen für seinen Lebensraum zurück. Viele Wiederansiedlungsprojekte scheiterten, weil die natürlichen Habitate der Vögel weiterhin zerstört werden.

In Schwarzenfeld in Ostbayern versuchen Hobbyjäger, die Art zu retten, indem sie in Gefangenschaft gezüchtete Rebhühner in die Wildnis entlassen. Doch der örtliche Jagdverband sorgt für Kontroversen, da er die Bejagung von Beutegreifern wie Füchsen und Habichten fordert, um die Überlebenschancen der Rebhühner zu erhöhen.

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Habichte stehen in Deutschland unter strengem Artenschutz – wer sie tötet, muss mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren rechnen. Fachleute argumentieren, dass das Töten einer Art, um eine andere zu retten, kein Naturschutz sei.

Das Schicksal des Rebhuhns verdeutlicht die weitreichenden Folgen menschlichen Handelns für bodenbrütende Vogelarten. Trotz lokaler Bemühungen erschweren Lebensraumverlust und gesetzliche Schutzbestimmungen für Beutegreifer die Rettungsversuche. Das Überleben der Art hängt davon ab, die Ursachen ihres Niedergangs grundlegend zu bekämpfen.

Quelle