17 April 2026, 14:20

Schulgewalt und Mobbing: AfD-Anträge entfachen hitzige Debatte über Ursachen und Lösungen

Plakat für die deutsche Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone mit Text zeigt, der Details zum Ereignis liefert.

Schulgewalt und Mobbing: AfD-Anträge entfachen hitzige Debatte über Ursachen und Lösungen

In Deutschland ist eine hitzige Debatte über steigende Gewalt und Mobbing an Schulen entbrannt. Auslöser war die Einbringung zweier Anträge durch die rechtspopulistische AfD, die eine strengere Erfassung von Vorfällen sowie Maßnahmen gegen religiös motivierte Angriffe fordert. Während Politiker anderer Parteien das Problem anerkannten, gingen die Meinungen über Ursachen und Lösungen weit auseinander.

Die Vorschläge der AfD lösten im gesamten politischen Spektrum heftige Reaktionen aus. Die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch behauptete, "massive Probleme mit Migration" seien für den Anstieg der Schulgewalt verantwortlich. Ihre Äußerungen stießen bei anderen Abgeordneten umgehend auf scharfe Kritik.

Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, bestätigte zwar, dass Gewalt und Mobbing tatsächlich zugenommen hätten, wies jedoch jeden Zusammenhang mit Migration zurück. Stattdessen führte sie die Probleme auf mangelnde Konfliktlösungskompetenz bei Schülern zurück. Aktuellen Zahlen zufolge ist fast jeder fünfte Schüler von Cybermobbing betroffen.

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Polizeiliche Statistiken zeigen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern. Vertreter von Union, Grünen und Linken waren sich zwar über die Schwere des Problems einig, warfen der AfD jedoch vor, die Ursachen zu vereinfachen. Die Anträge wurden schließlich zur weiteren Prüfung in die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die Debatte offenbarten tiefe Gräben bei der Frage nach den Ursachen von Schulgewalt. Während die AfD migrationsbezogene Lösungsansätze forderte, betonten andere Parteien vor allem strukturelle Versäumnisse im Bildungssystem. Die Anträge werden nun eingehend geprüft, bevor über mögliche Maßnahmen entschieden wird.

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