Schulsport-Revolution: Bundesjugendspiele setzen wieder auf Leistung und Wettbewerb
Elias BraunSchulsport-Revolution: Bundesjugendspiele setzen wieder auf Leistung und Wettbewerb
Die Kultusminister der Länder drängen auf die Wiedereinführung von Wettbewerbselementen im Schulsport der Grundschulen. Die Änderungen betreffen die Bundesjugendspiele, die ab dem kommenden Schuljahr einen stärkeren Fokus auf Leistung legen sollen. Der Vorstoß stößt bei Eltern, Lehrkräften und Sportverbänden in ganz Deutschland bereits auf Kritik.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) treibt die Forderung nach einer Rückkehr zu leistungsorientierten Wettbewerben voran. Sie argumentiert, die Bundesjugendspiele sollten wieder eine echte Leistungsüberprüfung darstellen. Ab dem nächsten Schuljahr haben Schulen die Möglichkeit, diesen Ansatz umzusetzen.
Nach den neuen Regeln werden Dritt- und Viertklässler in Leichtathletik und Schwimmen mit präzisen Messungen antreten. Sprints und Weitsprünge könnten bis auf die Sekunde oder den Zentimeter gestoppt bzw. vermessen werden. Die traditionellen Urkunden werden durch „Gold“-„Silber“- und „Bronze“-Diplome ersetzt, die die exakte Punktzahl ausweisen.
Baden-Württembergs Bildungsminister Andreas Jung führt in seinem Land verbindliche Regeln für alle Schulen ein. Hessens Kultusminister Armin Schwarz (CDU) begrüßt die Kehrtwende und hält es für richtig, „die Uhr zurückzudrehen“. Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens (CDU) ergänzte, dass die Förderung von Wettbewerb dazu beitragen könne, künftige deutsche Olympiasieger hervorzubringen.
Das wieder eingeführte Wettbewerbsformat gilt für Leichtathletik und Schwimmen bei jüngeren Schülerinnen und Schülern. Die Schulen können das neue System ab dem kommenden Schuljahr freiwillig übernehmen. Ziel der Änderungen ist es, im Grundschulsport wieder einen klareren Leistungsbezug herzustellen.






