Siemens gibt Milliardenanteil an Healthineers ab – und setzt auf neue Wachstumschancen

Siemens verteilt Healthineers-Aktien im Milliardenwert an Aktionäre - Siemens gibt Milliardenanteil an Healthineers ab – und setzt auf neue Wachstumschancen
Siemens wird seine finanzielle Flexibilität durch eine Verringerung seines Anteils an Siemens Healthineers stärken – ein Schritt, der von Investoren seit Langem erwartet wurde. Das Unternehmen plant, Aktien im Wert von rund 15 Milliarden Euro an seine Aktionäre auszuschütten und dabei nur noch eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an der Siemens Energy zu halten.
Finanzvorstand Ralf P. Thomas erwartet, dass die Entkonsolidierung die finanzielle Handlungsfreiheit von Siemens erweitert. Die Ausschüttung betrifft etwa 30 Prozent der Healthineers-Aktien, die derzeit im Besitz von Siemens sind. Dadurch entfällt für Siemens die Pflicht, die Finanzdaten von Healthineers vollständig in den Konzernabschluss einzubeziehen.
Sowohl die IG Metall als auch der Betriebsrat haben betont, wie wichtig es ist, faire Bedingungen für die Beschäftigten während der Trennung von Siemens Energy zu sichern. Siemens Energy, geführt von Vorstandsvorsitzendem Bernd Montag, zählt zu den größten Medizintechnikherstellern weltweit und beschäftigt mehr als 70.000 Menschen. Siemens hatte Siemens Energy im März 2018 erstmals an die Börse gebracht, dabei aber die Mehrheit behalten und hält derzeit etwa 67 Prozent des Unternehmens. Nach der Ausschüttung wird Siemens nur noch eine "bedeutende Minderheitsbeteiligung" an Siemens Energy halten.
Siemens-Chef Roland Busch sieht in diesem Schritt den Beginn der nächsten Wachstumsphase für das Unternehmen. Langfristig strebt Siemens an, lediglich eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an Siemens Energy zu behalten, um beiden Unternehmen mehr Unabhängigkeit zu ermöglichen.

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