07 June 2026, 22:12

Skandal um "Bavarian Airlines": Betrugsvorwürfe zerstören Traum von neuer Fluggesellschaft

Bayerische Airlines: Entpuppt sich die neue Airline als Lüge?

Skandal um "Bavarian Airlines": Betrugsvorwürfe zerstören Traum von neuer Fluggesellschaft

Pläne für neue deutsche Fluggesellschaft „Bavarian Airlines“ scheitern nach schweren Vorwürfen gegen Gründer

Die Pläne für die neue deutsche Fluggesellschaft Bavarian Airlines sind nach schweren Vorwürfen gegen ihren Gründer gescheitert. Adem Karagöz, der jugendliche Initiator des Projekts, sieht sich nun mit Betrugsvorwürfen, gefälschten Dokumenten und unbeglichenen Schulden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro konfrontiert. Die geplante Airline, die Ende 2023 an den Start gehen sollte, scheint von Anfang an ohne rechtliche Grundlage operiert zu haben.

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Die Fluggesellschaft sollte europaweit Strecken nach Düsseldorf, London, Wien und Amsterdam bedienen. Eine Flotte von zwölf Embraer-E195-E2-Jets war angekündigt worden, doch mit Leasingfirmen oder dem Flughafen München wurden nie Verträge unterzeichnet. Ermittlungen ergaben später, dass Bavarian Airlines in Deutschland niemals als Unternehmen registriert war.

Karagöz, der behauptet, volljährig zu sein, wird verdächtigt, einen gefälschten UN-Reisepass genutzt zu haben, um sein tatsächliches Alter zu verschleiern. Die Behörden gehen davon aus, dass er erst 15 Jahre alt ist – und damit zu jung, um in Deutschland legal ein Unternehmen zu gründen. Er bestreitet die Vorwürfe und behauptet, die umstrittenen Dokumente stammten nicht von ihm und seien nicht echt.

Auch finanzielle Probleme sind ans Licht gekommen: Der Jugendliche soll seinem Berater über 20.000 Euro an Honoraren für Stundenlöhne schulden sowie weitere 25.000 Euro für Dienstreisen. Zudem sollen Netzwerkpartner und eine maltesische Fluggesellschaft insgesamt mehr als 450.000 Euro von ihm zu fordern haben.

Ohne rechtliche Registrierung, mit unbezahlten Schulden und Zweifeln an der Identität des Gründers erweist sich Bavarian Airlines zunehmend als reine Fiktion. Der Fall wirft Fragen nach der Aufsichtspraxis bei Flugstartups auf, während Gläubiger mit hohen Verlusten dastehen. Die Behörden werden voraussichtlich weitere Ermittlungen einleiten.

Quelle