SkF schließt nach 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig – Caritas übernimmt Schwangerschaftsberatung
Hannah BöhmSkF schließt nach 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig – Caritas übernimmt Schwangerschaftsberatung
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt nach über einem Jahrhundert Beratungsstelle in Braunschweig
Wegen fehlender finanzieller Mittel wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig Ende des Monats schließen. Mitarbeiterinnen und Ehrenamtliche hatten sich bis zur endgültigen Entscheidung weiter engagiert.
Zu den Hauptangeboten des SkF in der Region zählte die Schwangerschafts- und Familienberatung, die im vergangenen Jahr von fast 330 Frauen und Familien in Anspruch genommen wurde. Daneben führte die Organisation Projekte wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ im Stadtteil Westlicher Ring durch.
Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Schwangerschaftsberatung am selben Standort in der Kasernenstraße 30. Für die betroffenen Frauen ändert sich dadurch nichts an ihrer Betreuung. Karen Vogel, die bisherige Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, wird in Teilzeit weiter für Caritas arbeiten.
Für die übrigen SkF-Projekte konnten bisher keine neuen Träger gefunden werden. Der lokale Verband wird aufgelöst. Der SkF dankte in einer Stellungnahme regionalen Förderern und Stiftungen, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus, für die langjährige Unterstützung.
Mit der Schließung endet die jahrzehntelange Präsenz des SkF in Braunschweig. Die Schwangerschaftsberatung wird durch Caritas nahtlos fortgeführt, während die Zukunft der anderen SkF-Initiativen vorerst ungewiss bleibt.
