Thyssenkrupp setzt auf Wasserstoff und verkauft Automation-Sparte an Agile Robots

Thyssenkrupp setzt auf Wasserstoff und verkauft Automation-Sparte an Agile Robots
Thyssenkrupp hat bedeutende Schritte unternommen, um sein Geschäft umzustrukturieren: Ein zentraler Unternehmensbereich wurde veräußert, während gleichzeitig der Ausbau im Bereich Wasserstofftechnologie vorangetrieben wird. Auch die Wasserstofftochter Nucera hat ihre Finanzprognosen für die kommenden Jahre angepasst.
Im November 2025 einigte sich Thyssenkrupp auf den Verkauf seiner Sparte Automation Engineering an den Münchner Roboterhersteller Agile Robots SE. Die Transaktion, die noch der regulatorischen Genehmigung bedarf, sieht vor, dass die Einheit künftig unter dem Namen Krause Automation firmiert. Der Verkauf passt zu Thyssenkrupps Strategie, sein Automobilsegment auf Kernbereiche wie Fahrwerke und Schmiedetechnik zu konzentrieren.
Gleichzeitig stärkt das Unternehmen seine Position im Bereich grüner Energien. Ein Rahmenabkommen mit Uniper sieht die Entwicklung von Ammoniak-Spalttechnologie vor, wobei bis zu sechs Großanlagen geplant sind. Zusammen könnten diese Anlagen täglich 7.200 metrische Tonnen Ammoniak verarbeiten.
Finanzanalysten beobachten die Veränderungen genau. Die Investmentbank JPMorgan beließ ihre Einschätzung für die Thyssenkrupp-Aktie bei "Neutral" und setzte das Kursziel auf 7,70 Euro. Als entscheidende Faktoren nannte die Bank anhaltende Risiken in der Stahlbranche sowie die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit.
Nucera, die Wasserstofftochter von Thyssenkrupp, rechnet für das Geschäftsjahr 2025/26 nun mit geringeren Umsätzen und prognostiziert ein Volumen zwischen 500 und 600 Millionen Euro. Die strategische Neuausrichtung des Konzerns – der Abbau nicht zum Kerngeschäft gehörender Bereiche bei gleichzeitigen Investitionen in Wasserstoff – spiegelt die Bemühungen wider, sich an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.

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