24 March 2026, 08:13

Uli Hoeneß kritisiert Generation Z: Warum junge Deutsche weniger arbeiten wollen

Plakat mit zwei Personen vor einer Berg- und Baumkulisse mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Uli Hoeneß kritisiert Generation Z: Warum junge Deutsche weniger arbeiten wollen

FC Bayern München-Präsident Uli Hoeneß hat sich zur nachlassenden Arbeitsmoral unter jungen Deutschen geäußert. Seine Äußerungen spiegeln einen tiefergehenden Wandel in der Einstellung wider, insbesondere bei der Generation Z. Umfragen zufolge messen immer weniger unter 30-Jährige Überstunden oder beruflichen Erfolg dieselbe Bedeutung bei wie ältere Generationen.

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Hoeneß kritisierte die Denkweise vieler junger Menschen und argumentierte, dass ihr aktueller Ansatz nicht zum Erfolg führen werde. Er verwies auf eine zunehmende Priorisierung von Work-Life-Balance gegenüber finanziellen Anreizen – ein Trend, der durch aktuelle Studien gestützt wird. Die Bertelsmann Stiftung und das Allensbach-Institut fanden heraus, dass nur noch 25 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bereit sind, Überstunden zu leisten, während es bei den über 50-Jährigen 55 Prozent sind. Gleichzeitig halten 40 Prozent der jüngeren Befragten Karriereaufstieg für weniger wichtig, wobei Inflation und Wohnungsnot ihre Resignation noch verstärken.

Vor der letzten Bundestagswahl warben sowohl SPD als auch CDU mit dem Versprechen, dass sich "harte Arbeit in Deutschland wieder lohnen" müsse. Doch fast ein Jahr nach Friedrich Merz' Kanzlerschaft ist dieses Versprechen noch immer nicht eingelöst. Hoeneß macht jedoch nicht die Politik für den Wandel in der Arbeitskultur verantwortlich. Vielmehr sieht er die Ursachen tiefer verankert – als Ausdruck gesellschaftlicher Umbrüche.

Auch politisch hat sich die Landschaft verschoben. Bei der jüngsten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz inszenierte sich die rechtspopulistische AfD als neue Stimme der Arbeitnehmer und signalisierte damit die schwindende Bindung der SPD an ihre traditionelle Wählerbasis. Die einst als Arbeiterpartei geltende SPD tut sich zunehmend schwer, jüngere Wähler und Beschäftigte zu erreichen.

Der Rückgang der Arbeitsmotivation unter jungen Deutschen scheint mit wirtschaftlichen Belastungen und veränderten Prioritäten zusammenzuhängen. Während immer weniger Wert auf Überstunden oder Karriere legen, vertieft sich die Kluft zwischen den Generationen. Die Parteien stehen nun vor der Herausforderung, sich diesen neuen Haltungen anzupassen – oder riskieren, weiter an Unterstützung zu verlieren.

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