Union sucht nach Bundespräsidentenkandidaten – Aigner als Favoritin im Gespräch
Hannah BöhmUnion sucht nach Bundespräsidentenkandidaten – Aigner als Favoritin im Gespräch
In der deutschen Unionsfraktion laufen die Überlegungen für die Nominierung eines Kandidaten oder einer Kandidatin für das Amt des nächsten Bundespräsidenten. Markus Söder, Vorsitzender der CSU, hat Ilse Aigner als mögliche Bewerberin ins Spiel gebracht. Der Vorschlag hat innerhalb von CDU und CSU Diskussionen ausgelöst – mittlerweile werden mehrere Namen gehandelt.
Söders Initiative, die aktuelle Landtagspräsidentin Bayerns zu unterstützen, überraschte die CDU-Spitze. Die 64-jährige ehemalige Bundesagrarministerin gilt als bodenständige Persönlichkeit mit breiter Strahlkraft. Sepp Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union, lobte sie als integrative und bürgernahe Politikerin.
Auch aus den Reihen der CDU werden weitere Namen genannt. Familienministerin Karin Prien und die frühere Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sollen Interesse am Amt signalisiert haben. Der CDU-Abgeordnete Philipp Amthor begrüßte zwar die Idee einer Präsidentin im Schloss Bellevue, betonte aber, dass mehrere starke Kandidaten in der engeren Auswahl seien.
Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, zeigte sich offen. Er erklärte, man werde jeden tragfähigen Vorschlag unterstützen, der sich durchsetze. Unterdessen wollen CDU und CSU im Laufe des Sommers eine gemeinsame Personalempfehlung erarbeiten.
In den kommenden Monaten wird die Union die Bewerber für das Präsidentenamt prüfen. Aigner hat zwar früh an Fahrt aufgenommen, doch andere Anwärter bleiben im Gespräch. Eine endgültige Entscheidung soll nach Abschluss der internen Beratungen fallen.






