VW bremst E-Auto-Offensive: Warum Hybride und Verbrenner jetzt Priorität haben
Ben SchmidtVW bremst E-Auto-Offensive: Warum Hybride und Verbrenner jetzt Priorität haben
Volkswagen passt E-Auto-Strategie an – Hybridmodelle und Verbrenner bleiben im Fokus
Die Volkswagen Group korrigiert ihre Strategie für Elektrofahrzeuge angesichts langsamerer als erwarteter Absatzzahlen. Zwar treibt der Konzern weiterhin die Entwicklung neuer E-Autos voran, doch gleichzeitig wird das Angebot an Plug-in-Hybriden ausgebaut. Parallel dazu plant VW, noch jahrelang in Fahrzeuge mit Benzinmotor zu investieren.
Der deutsche Automobilhersteller bestätigte, dass die Nachfrage nach Elektroautos nicht so schnell gewachsen ist wie prognostiziert. Dennoch bleibt das Unternehmen batteriebetriebenen Fahrzeugen verpflichtet – die eigene Produktion von E-Auto-Batterien soll 2024 über die hauseigene Sparte PowerCo anlaufen.
Um sich an die veränderte Marktnachfrage anzupassen, wird Volkswagen nun mehr Plug-in-Hybridmodelle auf den Markt bringen als ursprünglich geplant. Zudem fließt weiterhin etwa ein Drittel des Forschungsbudgets in die Weiterentwicklung herkömmlicher Verbrennungsmotoren.
In China arbeiten VW und die Marke Audi mit den lokalen Herstellern SAIC und Xpeng zusammen, um speziell auf den dortigen Markt zugeschnittene Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Eines der kommenden Modelle wird eine Serienversion des Volkswagen ID.2all sein, eines Kompaktwagen-Konzepts.
Bis 2026 will der Konzern eine neue E-Auto-Baureihe auf den Markt bringen, deren Preise unter 25.000 Euro liegen sollen. Noch günstiger wird eine weitere Modellreihe, die unter 20.000 Euro starten soll und sich ebenfalls in Entwicklung befindet.
Die strategische Neuausrichtung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konkurrent Toyota Rekordumsätze und -gewinne verzeichnet – getrieben vor allem durch die starke Nachfrage nach seinen Hybridfahrzeugen.
Volkswagens aktualisierter Plan vereint weiterhin hohe Investitionen in Elektromobilität mit einem erneuerten Fokus auf Hybride und Verbrenner. Während das Unternehmen günstigere E-Modelle einführen wird, bleibt die Unterstützung für traditionelle Antriebe bestehen. Die eigene Batterieproduktion soll im kommenden Jahr anlaufen und markiert damit einen wichtigen Schritt in der langfristigen Unternehmensstrategie.






