Wahlplakat-Flut in Kempten und Betzigau löst Proteste und Forderungen nach strengeren Regeln aus
Johanna MüllerWahlplakat-Flut in Kempten und Betzigau löst Proteste und Forderungen nach strengeren Regeln aus
Wahlplakat-Flut in Kempten und Betzigau sorgt für Unmut bei Bürgern und Politikern
Ein massiver Anstieg von Wahlplakaten in Kempten und Betzigau hat bei Anwohnern und lokalen Politikern Frust ausgelöst. Freunde, die kürzlich Kempten besuchten, fragten sich sogar, ob die Stadt "den Verstand verloren" habe – angesichts der schieren Menge an Wahlwerbung. Nun fordern Grüne in beiden Gemeinden strengere Regeln.
Thomas Hartmann, Stadtrat der Grünen und Mitglied des Tourismusbeirats in Kempten, berichtete in einer aktuellen Diskussion von der Reaktion seiner Freunde. deren Erstaunen über die Plakatflut unterstreicht eine wachsende Besorgnis.
Auch in Betzigau kritisierte der grüne Gemeinderat Joachim Borghoff die Entwicklung. In einer Gemeinderatssitzung sprach er von einem "Dschungel" aus Wahlwerbung. Die lokale Grüne-Fraktion hat daraufhin einen offiziellen Antrag zur Regulierung der Plakatierung eingebracht.
Während Städte in anderen Bundesländern wie Freiburg oder Stuttgart bereits Beschränkungen für Wahlplakate eingeführt haben, fehlen in Bayern bisher klare kommunale Vorgaben. Daten dazu, wie viele bayerische Gemeinden ähnliche Regeln umgesetzt haben, liegen nicht vor.
Die Vorschläge der Grünen in Betzigau und Kempten zielen darauf ab, die optische Überflutung durch Wahlplakate einzudämmen. Ohne landesweite Regelungen müssen nun die Kommunalparlamente entscheiden, wie sie das Problem angehen. Dass die Unzufriedenheit unter Bürgern und Besuchern groß ist, steht außer Frage.






