Warnstreiks bei IKEA: Mitarbeiter fordern faire Löhne trotz Rekordumsätzen
Johanna MüllerWarnstreiks bei IKEA: Mitarbeiter fordern faire Löhne trotz Rekordumsätzen
Am Freitag wird eine neue Welle von Warnstreiks den deutschen Einzelhandel treffen – diesmal mit IKEA als Hauptziel. Die Aktionen folgen auf starke Geschäftszahlen von IKEA Deutschland, das für 2024 einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro verbuchte – das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.
In Fürth wird es am Vormittag zu einem Teilstreik kommen. Ab 10 Uhr sind Kundgebungen geplant, an denen 200 bis 250 Beschäftigte teilnehmen sollen, darunter auch Mitarbeiter aus anderen IKEA-Filialen. Das Möbelhaus bleibt zwar geöffnet, doch Kunden müssen sich auf Einschränkungen und längere Wartezeiten in einigen Abteilungen einstellen.
Hinter den Protesten steht die Gewerkschaft ver.di, die faire Lohnerhöhungen fordert. Als Begründung verweist sie auf die solide finanzielle Lage des Konzerns. An den Streiks beteiligen sich mehr als die Hälfte der deutschen IKEA-Standorte.
Die Arbeitsniederlegungen fallen in eine Phase, in der IKEA für 2026 Stellenstreichungen plant. Diese Kürzungen könnten die erste Runde von betriebsbedingten Kündigungen an mehreren Standorten einläuten.
Die Streiks werden den Betrieb in zahlreichen Filialen – darunter auch in Fürth – beeinträchtigen. Während die Belegschaft für höhere Löhne kämpft, bereitet sich das Unternehmen auf einen Personalabbau vor. Die Auseinandersetzung zeigt die Spannungen zwischen Arbeitnehmerforderungen und unternehmerischen Umstrukturierungsplänen.






