Warum das Auto trotz Klimadebatte für die meisten Deutschen unverzichtbar bleibt
Hannah BöhmWarum das Auto trotz Klimadebatte für die meisten Deutschen unverzichtbar bleibt
Eine neue Umfrage zeigt: Die meisten Deutschen bevorzugen nach wie vor das Auto gegenüber anderen Verkehrsmitteln – trotz aller Bemühungen, umweltfreundlichere Alternativen zu fördern. Zwar gewinnen Elektroautos an Aufmerksamkeit, doch bleiben Kosten und persönliche Vorlieben entscheidend für die Wahl des Fortbewegungsmittels.
Laut der Erhebung setzen 70 Prozent der Deutschen auf das Auto, egal ob mit Benzin-, Diesel- oder Elektroantrieb. Nur 26 Prozent betrachten die Reduzierung von Verkehrsemissionen als vordringliche Priorität. Berlin hebt sich dabei hervor: Hier ziehen 28 Prozent der Einwohner für künftige Käufe ausschließlich Elektrofahrzeuge in Betracht – ein höherer Wert als in anderen Regionen.
In Ostdeutschland liegt der Anteil derer, die sich rein elektrische Optionen ansehen, unter dem Bundesschnitt. Gleichzeitig nannten 49 Prozent der Befragten die Erschwinglichkeit als wichtigsten Faktor bei Verkehrsentscheidungen.
Bei den Alternativen setzen 32 Prozent der Deutschen auf das Fahrrad, einschließlich E-Bikes, während 29 Prozent zu Fuß gehen als Hauptfortbewegungsmittel bevorzugen. Beide Optionen sind beliebter als der öffentliche Nahverkehr, den nur 16 Prozent als ideale Wahl nennen – ob Bahn, Straßenbahn oder Bus.
Die Ergebnisse bestätigen: Das Auto bleibt in Deutschland das dominierende Verkehrsmittel, auch wenn Elektromodelle an Boden gewinnen. Angesichts der zentralen Rolle von Kosten und Komfort vollzieht sich der Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität eher schrittweise als sprunghaft.






