Windpark Veitsbronn: Zwei 200-Meter-Türme seit 2016 – doch die Finanzen wackeln
Elias BraunWindpark Veitsbronn: Zwei 200-Meter-Türme seit 2016 – doch die Finanzen wackeln
Seit 2016 betrieben: Windpark bei Veitsbronn mit zwei fast 200 Meter hohen Anlagen
Der Windpark bei Veitsbronn ist seit 2016 in Betrieb und umfasst zwei Windkraftanlagen mit einer Höhe von nahezu 200 Metern. Das Projekt wurde unter dem damaligen Bürgermeister der Gemeinde realisiert, eine offizielle Einweihungsfeier fand jedoch nicht statt. Betreiber ist die Windpark Veitsbronn Projekt ApS & Co. KG mit Sitz in Babenhausen in Schwaben.
Gemanagt wird der Windpark von einem Unternehmen ohne Mitarbeiter. Die Finanzunterlagen weisen kein Eigenkapital aus – für die Jahre 2023 und 2024 wird jeweils ein Wert von null Euro ausgewiesen. Ein aktueller Bericht des Verbraucherschutzforums Berlin verzeichnet zwar eine leichte Verbesserung der finanziellen Stabilität, doch die Lage bleibt prekär. Die Bilanz zeigt zudem einen nicht gedeckten Verlustanteil für die Kommanditisten in Höhe von rund 51.700 Euro.
Die Rechtsstruktur des Betreibers verbindet dänische und deutsche Elemente, was die Transparenz für externe Investoren erschweren kann. Der heutige Bürgermeister von Veitsbronn stuft das Projekt nicht als bürgergetragene Initiative ein. Zudem gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Betreiber und Kommune als begrenzt.
Trotz der finanziellen Herausforderungen und des fehlenden Personals läuft der Windpark weiter. Seine komplexe rechtliche Ausgestaltung und die geringe Einbindung der Gemeinde haben Aufmerksamkeit erregt. Laut aktuellen Einschätzungen bleibt die langfristige Stabilität des Projekts ungewiss.
