19 June 2026, 12:15

Wohnungsnot in Deutschland: Warum nur die Hälfte der Neubauten entsteht

Serielle Holzbauweise zur Linderung des Wohnungsmangels

Wohnungsnot in Deutschland: Warum nur die Hälfte der Neubauten entsteht

Deutschland kämpft mit Wohnungsmangel – weniger als die Hälfte der geplanten Neubauten realisiert

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Deutschland steht vor einer massiven Wohnungsnot: Von den jährlich angestrebten 400.000 neuen Wohnungen zwischen 2022 und 2024 wurden bisher weniger als die Hälfte fertiggestellt. Die 84 Millionen Einwohner des Landes leiden unter einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum, besonders für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Branchenvertreter fordern schnellere und kostengünstigere Bauverfahren. Michael Eyrich-Halbig, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF) und Sprecher der Fachvereinigung Holzfertigbau (DHV), drängt auf rasche Lösungen für die Wohnungskrise. Seine Organisation vertritt gemeinsam mit dem ZimmerMeisterHaus-Verband (ZMH) und dem 81fünf high-tech & holzbau-Netzwerk über 300 Unternehmen der Branche.

Zu den Mitgliedern zählen Fertighaushersteller in Holzbauweise, Architektur- und Planungsbüros sowie Zulieferer aus dem gesamten Baubereich. Sie setzen sich für modulare Bauweisen ein, bei denen vollständig ausgestattete Räume in Werkhallen vorgefertigt werden. Diese Methode ermöglicht höhere Präzision, Wetterunabhängigkeit und Kosteneinsparungen im Vergleich zum konventionellen Bauen.

Serielles oder modulares Bauen nutzt industriell gefertigte Bauteile und ist damit eine günstigere Alternative zu individuellen Neubauten. Deutsche Holzbaufirmen bieten bereits vorgefertigte Lösungen für großflächige Neubauten und die serielle Sanierung von Bestandsgebäuden an. Experten erwarten zudem einen verstärkten Einsatz natürlicher Baustoffe, insbesondere Holz, in zukünftigen Projekten.

Vorgefertigte und modulare Bauweisen könnten Deutschland helfen, den Wohnungsbestand schneller auszubauen. Diese Methoden bieten Effizienz und Erschwinglichkeit – und könnten so die Knappheit an Mietwohnungen lindern. Die Branche wirbt weiterhin für Holz und andere nachhaltige Materialien als Teil der Lösung.

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