29 January 2026, 18:59

Zietlow vs. Raab: Wie ein Privatreit 600 RTL-Jobs gefährdet

Zwei Männer in schwarzen Blazern, Hemden und Krawatten sitzen an einem Tisch mit Mikrofonen dazwischen und führen ein Gespräch vor einem Fernseher und einem blauen Hintergrund.

TV-Streit mit Geschichte - Zietlow vs. Raab: Wie ein Privatreit 600 RTL-Jobs gefährdet

Der seit langem schwelende Streit zwischen den TV-Persönlichkeiten Sonja Zietlow und Stefan Raab ist erneut eskaliert – diesmal mit weitreichenden Folgen. Die seit über 20 Jahren andauernde Rivalität hat sich nun zu öffentlicher Kritik und Stellenabbau beim Sender RTL ausgeweitet. Hinter den Kulissen wächst die Spannung, da Kollegen in dem Konflikt Partei ergreifen.

Eine neue Wendung nahm der Streit, als Stefan Raab 2024 zu RTL zurückkehrte. Er kommentierte in der Late-Night-Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, die Zietlow seit 2004 moderiert. Raabs Rückkehr entfachte alte Konflikte neu, und er nahm in der Öffentlichkeit das Format sowie dessen Moderatoren – darunter Zietlow – aufs Korn.

Bereits in seiner eigenen Show TV total hatte Raab Zietlow mit einem Clip, in dem sie einen derben Ausdruck verwendete, bloßgestellt. Die Sticheleien blieben nicht ohne Antwort: Zietlow und ihr Co-Moderator Jan Köppen konterten später seine Äußerungen. Der Schlagabtausch legte tiefere Frustrationen innerhalb des Produktionsteams offen.

Micky Beisenherz, Autor der Show und Kollege von Zietlows Ehemann Jens Oliver Haas, äußerte sich kritisch über Raabs angebliches Gehalt von 10 Millionen Euro. Er brachte die hohe Bezahlung mit RTLs Entscheidung in Verbindung, 600 Stellen zu streichen, und nannte die Situation ungerecht. Seine deutlichen Worte – "Ich hasse ihn nicht. Ich hasse nur, dass sie so viel Geld für diesen Mist ausgegeben haben, sodass jetzt 600 Leute gehen müssen" – unterstrichen die finanziellen Belastungen hinter den Kulissen.

Zietlows Mann Haas ist ebenfalls Teil des Autoren-Teams der Show, was die berufliche und private Spannung weiter verschärft. Aus dem einst privaten Streit ist mittlerweile ein Konflikt geworden, der Arbeitsplätze und die Stimmung beim Sender belastet.

Von einer Beruhigung der Lage zwischen Zietlow und Raab ist nichts zu spüren. Öffentliche Kritik und interne Verärgerung haben aus einer persönlichen Auseinandersetzung ein berufliches Problem gemacht. Da die Stellenstreichungen mit Raabs Vertrag in Verbindung gebracht werden, betrifft der Streit inzwischen weit mehr als nur die beiden Stars. RTL steht vor anhaltenden Spannungen, während sich der Konflikt vor den Augen der Zuschauer weiter zuspitzt.