"Zwei Hasen auf einmal": Eine schwungvolle Farce bezaubert Nischni Nowgorod
Elias Braun"Zwei Hasen auf einmal": Eine schwungvolle Farce bezaubert Nischni Nowgorod
Das Theater Komediya in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit einer schwungvollen musikalischen Farce.„Zwei Hasen auf einmal“ präsentiert eine frische Interpretation eines Klassikers – eine Mischung aus scharfem Humor, überzeichneten Charakteren und einer unerwarteten Wendung. Regisseurin Anna Feketa hat die Handlung in das Odessa der 1920er Jahre verlegt und verleiht der Inszenierung so einen modernen, doch nostalgischen Charme.
Im Mittelpunkt steht Pronja, ein naives Mädchen aus einer wohlhabenden jüdischen Familie, gespielt von Polina Loboda. Ihre Entwicklung von einer träumenden Romantikerin zu einer Frau, die das wahre Glück entdeckt, bildet das Herzstück der Geschichte. Die letzte Vorstellung vor dem Saisonende findet am 2. Juli statt.
Diese Version von „Zwei Hasen auf einmal“ ist keine einfache Bühnenadaption des bekannten sowjetischen Films, sondern ein eigenständiges Werk. Sie bleibt zwar der ursprünglichen Handlung treu, verleiht ihr aber eine zeitgemäße Note – insbesondere durch das überraschende, universell glückliche Ende. Die Macher wollten etwas „schön und erfreulich“ schaffen, das Tradition mit frischer Energie verbindet.
Die Produktion setzt auf exzentrische Komik, bevölkert die Bühne mit größeren-als-lebensgroßen Figuren und schnellem Wortwitz. Als Hauptdarsteller glänzt Maksim Michaljow als Schwindler Swirid Petrowitsch Golochwastow, dessen Charme und gesangliche Einlagen die Show stehlen. Seine skurrilen Eskapaden kontrastieren mit Pronjas Reifung, die ihre idealisierten Vorstellungen von Liebe ablegt und lernt, die Welt um sich herum zu schätzen.
Regisseurin und Choreografin Anna Feketa hat den Schauplatz neu interpretiert: Statt Kiew spielt die Geschichte nun im lebhaften Hafenstädtchen Odessa der Goldenen Zwanziger. Diese Veränderung verleiht der Inszenierung eine Prise Glamour und Chaos, passend zum farcenhaften Ton. Das Ergebnis ist ein temporeiches, farbenfrohes Spektakel, das das Publikum noch lange über seine spielerische Ironie nachdenken lässt.
Die letzte Aufführung von „Zwei Hasen auf einmal“ findet am 2. Juli statt und bildet den Abschluss der aktuellen Spielzeit. Mit einer Mischung aus Musiknummern, markanten Charakteren und einem überarbeiteten Finale bietet die Produktion einen lebendigen Schlusspunkt des Programms. Karten sind noch für alle erhältlich, die diese moderne Variante einer zeitlosen Geschichte erleben möchten.






